Czekanowskis Fächer-Mädchenhaarbaum (Baiera czekanowskiana)

Baiera czekanowskiana – fossile Pflanze aus dem Jura Sibiriens

Als mesozoische Gymnosperme dokumentiert Baiera czekanowskiana die fossile Vielfalt prähistorischer Nacktsamer in den nördlichen Regionen Eurasiens. Diese fossile Art wurde zu Ehren des Sibirien-Forschers Aleksander Czekanowski benannt. Die Funde stammen vorwiegend aus jurassischen Ablagerungen Sibiriens.

Die taxonomische Erfassung dieser Art basiert auf gut erhaltenen Blattstrukturen. Sie trägt zum Verständnis der Vegetationsgeschichte im Erdmittelalter bei.

Taxonomie

Morphologie

Die Blätter von Baiera czekanowskiana zeichnen sich durch eine feine, tief zerschlitzte Struktur aus. Die einzelnen Segmente sind extrem schmal und besitzen meist nur wenige parallele Adern. Diese Bauweise unterscheidet die Art von breitblättrigeren fossilen Verwandten.

Wichtige morphologische Details sind:

  • Blattsegmente: Linealisch-fadenförmig und mehrfach dichotom geteilt.
  • Stomata-Verteilung: Konzentration der Atemöffnungen zur Reduktion des Wasserverlustes.
  • Verzweigung: Regelmäßige Gabelung in spitzen Winkeln.

Interessante Fakten

Die Benennung würdigt die wissenschaftliche Arbeit von Aleksander Czekanowski bei der Erkundung Sibiriens im 19. Jahrhundert. Seine Entdeckungen lieferten das Material für die Erstbeschreibung vieler fossiler Organismen. Die Lebensräume dieser Art waren durch feucht-temperierte Umweltbedingungen geprägt.

  • Pionier-Ehrung: Benennung nach dem Entdecker der Fundschichten.
  • Paläoklima: Hinweis auf feuchtes Klima in prähistorischen borealen Zonen.
  • Fossile Fundgesellschaft: Gemeinsames Vorkommen mit urtümlichen Farnen.

Verbreitungsgebiet

  • Russland

Quellen

  • Heer, O. (1876). Beiträge zur Jura-Flora Ostsibiriens und des Amurlandes. Flora Fossilis Arctica.
  • Fossilworks: Baiera czekanowskiana.