Schlanker Fächer-Mädchenhaarbaum (Baiera gracilis)

Baiera gracilis – Fossile ginkgoähnliche Pflanze des Jura

Als faszinierender Vertreter der fossilen Flora prägte diese ginkgoähnliche Pflanze die Landschaften des Jura vor Jahrmillionen. Fossilfunde dieser Art sind besonders aus europäischen Ablagerungen bekannt. Sie bieten wertvolle Einblicke in die Evolution der urzeitlichen Nacktsamer.

Die feinen, tief eingeschnittenen Blätter zeugen von einer Anpassung an spezifische klimatische Bedingungen ihrer Epoche. Wissenschaftler nutzen diese Fossilien zur Rekonstruktion prähistorischer Ökosysteme.

Taxonomie

Morphologie

Die Blätter von Baiera gracilis besaßen einen ausgeprägten Stiel und eine fächerförmige Spreite. Diese war tief in schmale, feine Segmente geteilt. Die einzelnen Abschnitte wiesen eine charakteristische gabelige Verzweigung auf.

Die feine Textur der fossilen Abdrücke lässt auf eine dünne, aber widerstandsfähige Kutikula schließen. Dies half der Pflanze, in ihrer mesozoischen Umgebung zu überstehen.

Anwendungen

  • Biostratigraphie: Die Fossilien dienen der zeitlichen Einordnung von Gesteinsschichten des Mesozoikums.
  • Paläoklimatologie: Analyse von Blattmerkmalen zur Bestimmung des historischen CO2-Gehalts der Atmosphäre.

Interessante Fakten

  • Klima-Indikator: Die dichte Verteilung der fossilen Funde deutet auf ein warmes, feuchtes Klima während des Jura hin.
  • Yorkshire-Flora: Diese Art ist ein bekannter Bestandteil der berühmten jurassischen Flora von Yorkshire in England.
  • Fossile Langlebigkeit: Obwohl die Art längst ausgestorben ist, überlebte die übergeordnete Pflanzengruppe bis in die Moderne.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigtes Königreich

Quellen

  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • World Flora Online (WFO)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF