Grönland-Fächer-Mädchenhaarbaum (Baiera ikorfatensis)

Вымерший вид

Baiera ikorfatensis: Fossile Urzeitpflanze aus Grönland

Vor Jahrmillionen bedeckten üppige, grüne Wälder das heute eisige Grönland, in denen die fächerartigen Blätter prähistorischer Pflanzen im feuchten Wind rauschten. Unter diesen urzeitlichen Gewächsen nimmt Baiera ikorfatensis eine besondere Stellung ein, da diese fossile Art wertvolle Einblicke in die Evolution der frühen Gymnospermen gewährt.

Die versteinerten Überreste dieses ginkgoähnlichen Baumes wurden in den kretazischen Gesteinsschichten der berühmten Ikorfat-Formation im Westen Grönlands konserviert. Durch den Fund von Baiera ikorfatensis lässt sich das einstige subtropische Klima rekonstruieren, das einst in diesen heute arktischen Breiten herrschte.

Taxonomie

Morphologie

Die Blätter von Baiera ikorfatensis zeichnen sich durch eine charakteristische, tief eingeschnittene Fächerform aus, die für die Gattung typisch ist. Sie besitzen keinen deutlich abgesetzten Blattstiel, sondern verschmälern sich allmählich zur Basis hin.

Die Spreite teilt sich mehrfach dichotom in schmale, lineare Segmente auf. Jedes dieser Segmente weist eine feine, parallel verlaufende Aderung auf, die für die fossilen Funde charakteristisch ist.

Interessante Fakten

Die Erforschung der Ikorfat-Flora in Grönland hat maßgeblich zum Verständnis der kreidezeitlichen Vegetation beigetragen. Zu den bemerkenswertesten Aspekten gehören:

  • Zeuge des Treibhauseffekts: Die Präsenz von Baiera ikorfatensis zeigt, dass in der frühen Kreidezeit auf Grönland warme Bedingungen herrschten.
  • Verwandtschaft zum Ginkgo: Obwohl die Blattform von Baiera ikorfatensis stark geschlitzt ist, teilt sie anatomische Gemeinsamkeiten mit dem heutigen Ginkgo biloba.
  • Namensgebung: Der Artname bezieht sich auf die Bucht von Ikorfat, einen weltberühmten Fundort kreidezeitlicher Pflanzenfossilien.

Verbreitungsgebiet

  • Grönland