Bitterholzbaum
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Bischofia polycarpa ist ein stattlicher, laubabwerfender Baum aus den warm-gemäßigten und subtropischen Regionen Chinas, der im Herbst durch sein leuchtendes Laub und seine dichten Fruchttrauben auffällt. Das Art-Epitheton polycarpa stammt aus dem Griechischen und bedeutet „vielfrüchtig“ — ein treffender Hinweis auf die unzähligen kleinen, kugelförmigen Früchte, die an den Zweigen reifen.
Wissenschaftlich wurde der Baum zunächst 1911 von Augustin Abel Hector Léveillé als Celtis polycarpa beschrieben, bevor ihn der chinesische Botaniker Hsen Hsu Hu im Jahr 1925 in die Gattung Bischofia überführte, die nach dem Heidelberger Botaniker Gottlieb Wilhelm Bischoff benannt ist.
Der Baum erreicht Wuchshöhen von 10 bis über 15 Metern und bildet eine breit gewölbte, schattenspendende Krone. Seine graubraune Borke ist im Alter längsrissig und führt bei Verletzungen einen wässrigen, rötlich-braunen Exsudatsaft, der reich an Gerbstoffen (Tanninen) ist.
Die lang gestielten, wechselständigen Blätter sind dreizählig zusammengesetzt (trifoliolat). Jedes der drei eiförmigen bis elliptischen Teilblättchen besitzt einen fein kerbig gesägten Rand, wobei etwa 2 bis 3 Zähnchen auf einen Zentimeter Blattrand entfallen.
Frühling (April bis Mai)
Vollsonnig bis leicht halbschattig; junge Bäume vertragen lichten Schatten, ausgewachsene Exemplare benötigen freies Sonnenlicht für den Kronenaufbau.
Mäßig bis hoch; bevorzugt gleichmäßig frische bis feuchte, tiefgründige Böden und verträgt zeitweilige Staunässe im Uferbereich.
Warm-gemäßigt bis subtropisch; gut angepasst an milde Winter und warme, feuchte Sommer (ideal zwischen 10 °C und 30 °C).
Mittel bis hoch; gedeiht am besten in Regionen mit ausgeglichener Luftfeuchtigkeit.
Rinde und Blätter enthalten hohe Mengen an Gerbstoffen (Tanninen); nicht zum rohen Verzehr durch Haustiere geeignet.
In Ostasien wird Bischofia polycarpa sehr geschätzt, um breite Alleen, Parkanlagen und Flussufer zu bepflanzen. Da ihr kräftiges Wurzelsystem feuchte Böden und selbst zeitweilige Überflutungen gut toleriert, eignet sie sich hervorragend zur Befestigung von Uferzonen und als robuster Straßenbaum mit schönem Herbstlaub.
Innerhalb der sehr kleinen Gattung Bischofia gibt es weltweit nur zwei anerkannte Arten, die sich die Klimazonen Asiens mit bemerkenswerter Präzision aufgeteilt haben. Während ihre Schwesterart Bischofia javanica als immergrüner Baum die warmen Tropen besiedelt, hat Bischofia polycarpa ein fein abgestimmtes Lebensprogramm für die kühleren Breiten Zentral- und Ostchinas entwickelt.
Ihr gesamter Jahresrhythmus zeigt, wie exakt Anatomie, Stoffwechsel und Fortpflanzung ineinandergreifen:
Taxonsynonyme: Celtis polycarpa, Bischofia racemosa
Picrasma
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