Kalk-Kreuzdorn (Castela calcicola)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Castela calcicola: Der kalkliebende Bittereschen-Strauch

Auf den sonnenverbrannten Kalksteinfelsen Kubas trotzt ein unscheinbarer, aber hochspezialisierter Überlebenskünstler den extremsten Bedingungen der Natur. Hier gedeiht Castela calcicola, ein dorniger Strauch, der sich perfekt an das karge Leben auf Karstböden angepasst hat.

Die Art gehört zur Familie der Bittereschengewächse (Simaroubaceae) und teilt mit ihren Verwandten die charakteristischen extrem bitteren Inhaltsstoffe im Holz. Botaniker schätzen Castela calcicola besonders für ihre ökologische Nische als Pionierpflanze in trockenen Küstenregionen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Castela (Castela-Strauch)
  • Art Castela calcicola (Kalk-Kreuzdorn)

Lebendiger Puls

Morphologie

Castela calcicola wächst als stark verzweigter, dorniger Strauch mit einer grauen bis bräunlichen Rinde.

Die kleinen, ledrigen Blätter sind wechselständig angeordnet und besitzen eine glänzende Oberfläche, die den Feuchtigkeitsverlust minimiert.

  • Dornen: Die Zweige enden oft in scharfen Dornen, die als Schutz vor Pflanzenfressern dienen.
  • Blüten: Kleine, meist unauffällige Blüten stehen einzeln oder in kleinen Gruppen in den Blattachseln.
  • Früchte: Die Pflanze bildet kleine Steinkapseln oder Steinfrüchte aus, die sich bei Reife rötlich färben.

Anwendungen

Wie viele Mitglieder der Gattung Castela enthält auch Castela calcicola bittere Quassinoide in ihren Geweben.

In der traditionellen Volksmedizin der Karibik werden verwandte Arten zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden und Fieber eingesetzt.

Aufgrund ihrer Seltenheit und der Bedrohung ihres Lebensraums hat Castela calcicola heute vor allem ökologische Bedeutung und wird nicht kommerziell genutzt.

Interessante Fakten

Der schwedische Botaniker Erik Leonard Ekman und der deutsche Botaniker Ignatz Urban beschrieben diese Art im Jahr 1924 neu.

Der Name calcicola leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet wörtlich "kalkbewohnend", was auf das bevorzugte Substrat der Pflanze hinweist.

  • Extremes Habitat: Die Pflanze wächst auf den karibischen Karstfelsen, die als "Diente de Perro" (Hundezahn-Kalkstein) bekannt sind.
  • Ekman-Erbe: Erik Leonard Ekman entdeckte bei seinen Expeditionen in Kuba Hunderte neuer Pflanzenarten, darunter diese seltene Bitteresche.

Verbreitungsgebiet

  • Kuba

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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