Niederliegender Dornbusch (Castela depressa)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Castela depressa: Der niederliegende Dornstrauch aus Hispaniola

Als spezialisierter Bewohner der karibischen Trockenwälder übersteht Castela depressa lange Dürreperioden auf den kargen Kalksteinböden der Insel Hispaniola. Die Art wächst angepasst an starke Winde und karge Untergründe meist in niedriger, gedrungener Form.

Innerhalb des hochgradig bedроhten Ökosystems der karibischen Trockenwälder kommt diesem Strauch eine wichtige ökologische Nische zu. Er bietet Schutz für Kleinsäuger und bodenbewohnende Vögel.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Castela (Castela-Strauch)
  • Art Castela depressa (Niederliegender Dornbusch)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser Strauch zeichnet sich durch einen besonders niedrigen, niederliegenden oder flach ausgebreiteten Wuchs aus, der ihm seinen botanischen Namen verdankt. Die dornenbewehrten Äste bilden ein dichtes, schwer durchdringliches Dickicht.

Die Blätter sind klein, ledrig-fest und lanzettlich geformt, was den Wasserverlust bei starker Sonneneinstrahlung effektiv verringert. Winzige rötliche Blüten stehen in kleinen Gruppen zusammen und entwickeln sich nach der Bestäubung zu bitteren, fleischigen Steinfrüchten.

  • Wuchsform: Niedriger, gedrungener oder niederliegender Dornstrauch.
  • Blätter: Wechselständig angeordnete, ledrige Blätter mit glänzender Oberfläche.
  • Blütenstände: Kleine, achselständige Gruppen aus winzigen, rötlichen Blüten.
  • Früchte: Kleine, bei Vollreife rot bis dunkelpurpur gefärbte Steinfrüchte.

Blütezeit

Hauptsächlich während der feuchteren Jahreszeiten von April bis November

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Die vorrangige Bedeutung der Art liegt im Schutz der empfindlichen Karstböden Hispaniolas vor fortschreitender Wüstenbildung und Bodenerosion. Ihre tiefen Wurzeln verankern sich fest in Felsspalten.

Aufgrund der in der Gattung vorkommenden Quassinoide ist die Pflanze von theoretischem Interesse für die pharmazeutische Forschung. Die Bitterstoffe weisen biologische Aktivitäten auf, die traditionell gegen Fieber und Magen-Darm-Beschwerden genutzt wurden.

Interessante Fakten

Der Artname „depressa“ leitet sich vom lateinischen Wort für „niedergedrückt“ ab und beschreibt die charakteristische Wuchsform ganz nah am Boden. Diese Anpassung minimiert die Angriffsfläche für tropische Stürme.

Da die Trockenwälder Hispaniolas durch Holzkohlegewinnung und Landwirtschaft stark gefährdet sind, schwindet auch der Lebensraum dieser spezialisierten Pflanze zunehmend.

Verbreitungsgebiet

  • Haiti
  • Dominikanische Republik

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew)
  • WFO: World Flora Online Portal
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • Tropicos: Missouri Botanical Garden Database

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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