Kreuzigungsdorn
Castela emoryi
Ein fast blattloser Wüstenstrauch mit photosynthetisch aktiven Dornenzweigen, heimisch in den Wüsten Nordamerikas.
Im ariden Tiefland der Galápagos-Inseln wächst ein bemerkenswerter, dorniger Strauch, der sich perfekt an die extremen Bedingungen dieser Vulkaninseln angepasst hat. Castela galapagei trotzt dort den langen Trockenperioden und den nährstoffarmen Lavaböden. Die Pflanze spielt eine wichtige Rolle im lokalen Ökosystem der Inselgruppe.
Dieser stark verzweigte Strauch erreicht meist Wuchshöhen von bis zu zwei Metern. Seine steifen Äste sind mit spitzen Dornen besetzt, die als Schutz vor Pflanzenfressern dienen. Die kleinen, ledrigen Blätter reduzieren die Verdunstung und sind graugrün gefärbt.
Die Blüten von Castela galapagei sind unscheinbar, klein und weisen meist eine rötliche bis gelbliche Färbung auf. Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich auffällige, leuchtend rote Steinfrüchte. Diese Beeren dienen verschiedenen Vögeln der Galápagos-Inseln als Nahrungsquelle.
Da die Pflanze extrem bitter schmeckt, wird sie von Tieren weitgehend gemieden. In der traditionellen Ethnomedizin der Region wurden Auszüge aus nahe verwandten Arten historisch gegen Fieber und Amöbenruhr verwendet. Für Castela galapagei selbst gibt es jedoch keine nennenswerte kommerzielle Nutzung.
Externe Datenbanken: GBIF
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