Großblättrige Tweedie-Castela (Castela tweediei var. macrophylla)

Amargoso
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Castela tweediei var. macrophylla: Botanische Merkmale der Varietät

Mit ihren auffallend vergrößerten Blättern sticht diese seltene botanische Varietät in den dornigen Buschwäldern Südamerikas hervor. Castela tweediei var. macrophylla ist vor allem an mäßig trockene Standorte angepasst. Sie kommt natürlicherweise in lichten Wäldern und Savannengebieten vor.

Die Pflanze wächst bevorzugt im Halbschatten größerer Bäume. Dort profitiert sie von einer etwas höheren Luftfeuchtigkeit als die Nominatform der Art.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Castela (Castela-Strauch)
  • Art Castela tweediei (Tweedies Dornbusch)
  • Varietät Castela tweediei var. macrophylla (Großblättrige Tweedie-Castela)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses dornige Gehölz wächst als sparriger Strauch mit einer Wuchshöhe von ein bis zwei Metern. Die Äste sind mit kräftigen, spitzen Dornen besetzt, die als wirksamer Schutz vor weidenden Tieren dienen.

Der Name macrophylla verweist direkt auf die wichtigste morphologische Besonderheit dieser Varietät. Die Blätter sind im Vergleich zur typischen Form deutlich breiter und länger.

Die botanischen Details gliedern sich wie folgt:

  • Blattform: Die Blätter sind länglich-elliptisch, ledrig und haben einen glatten, oft leicht gewellten Rand.
  • Blüten: Die kleinen, vierzähligen Blüten weisen rötliche Kronblätter auf und stehen in den Achseln der Laubblätter.
  • Früchte: Es bilden sich fleischige, bei Reife dunkelrote Steinfrüchte, die einen einzelnen Samen enthalten.

Blütezeit

Südhemisphärisches Frühjahr bis Sommer

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Die Blätter und die Rinde enthalten hochkonzentrierte Bitterstoffe aus der Gruppe der Quassinoide. In der traditionellen südamerikanischen Kräutermedizin werden Extrakte der Pflanze als tonisierendes Mittel bei Appetitlosigkeit eingesetzt.

Zudem finden Abkochungen der Rinde traditionell Anwendung zur Fiebersenkung und zur Behandlung von Magenverstimmungen.

Interessante Fakten

Das Artepitheton ehrt den schottischen Gärtner und Pflanzensammler John Tweedie. Er bereiste im 19. Jahrhundert weite Teile Südamerikas und sandte zahlreiche unbekannte Pflanzen nach Europa.

Die Entwicklung größerer Blätter bei dieser Varietät deutet auf eine evolutionäre Anpassung an weniger exponierte, schattigere Nischen innerhalb arider Ökosysteme hin.

Verbreitungsgebiet

  • Argentinien
  • Paraguay
  • Uruguay
  • Brasilien

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • WFO (World Flora Online)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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