Tweedies Dornbusch (Castela tweediei)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Castela tweediei: Dornenstrauch aus Südamerika

In den trockenen Buschwäldern und Savannen Südamerikas ist der dornige Strauch Castela tweediei beheimatet. Diese Art besiedelt weite Teile Argentiniens, Uruguays, Paraguays sowie des südlichen Brasiliens. Sie ist hervorragend an saisonale Trockenperioden und karge Böden angepasst.

Die Pflanze bildet dichte, oft undurchdringliche Gebüsche in den halbtrockenen Regionen des Chaco und des Espinal. Durch ihre tiefen Wurzeln stabilisiert sie den Wüstenboden und schützt ihn vor Erosion. Für das ökologische Gleichgewicht ihrer Heimat spielt sie eine wichtige Rolle.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Castela (Castela-Strauch)
  • Art Castela tweediei (Tweedies Dornbusch)

Lebendiger Puls

Morphologie

Castela tweediei wächst als verholzter, reich verzweigter Strauch mit starren, dornigen Ästen. Die kleinen Blätter sind wechselständig angeordnet, elliptisch bis länglich geformt und von ledriger Textur. Diese feste Blattoberfläche reduziert den Wasserverlust durch Verdunstung an heißen Tagen.

Die unscheinbaren Blüten sind meist rötlich oder purpurfarben und locken spezialisierte Bestäuber an. Nach erfolgreicher Bestäubung reifen kleine, glänzende, leuchtend rote Steinfrüchte heran. Diese Früchte dienen verschiedenen Vögeln als Nahrung, die so zur Verbreitung der Samen beitragen.

Anwendungen

In der traditionellen südamerikanischen Volksmedizin finden Extrakte aus der Rinde von Castela tweediei gelegentlich Anwendung als Bittertonikum bei Magen-Darm-Beschwerden. Die enthaltenen Quassinoide verleihen der Pflanze nicht nur einen extrem bitteren Geschmack, sondern zeigen in Laborstudien auch entzündungshemmende Effekte. Eine breite kommerzielle Nutzung existiert jedoch nicht.

Interessante Fakten

Das Epitheton der Art ehrt den schottischen Gärtner und Pflanzensammler John Tweedie, der im 19. Jahrhundert Südamerika bereiste. Die Erstbeschreibung der Art wurde 1846 vom französischen Botaniker Jules Émile Planchon veröffentlicht. Die leuchtend roten Früchte bilden einen auffälligen Kontrast zu den graugrünen Dornen.

Verbreitungsgebiet

  • Argentinien
  • Brasilien
  • Paraguay
  • Uruguay

Natürliche Varietäten

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO): Royal Botanic Gardens, Kew
  • World Flora Online (WFO): Strukturierte taxonomische Übersicht
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility): Nachweise und Herbardaten

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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