Neugranada-Cedronia (Cedronia granatensis)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Cedronia granatensis (Granada-Bitterholz): Herkunft & Merkmale

Mit einer Herkunft aus den artenreichen Regenwäldern Südamerikas sticht Cedronia granatensis als eine bemerkenswerte Arzneipflanze hervor. Diese Art wächst vorwiegend im Unterholz feuchter tropischer Tieflandwälder in Kolumbien, Peru und Ecuador. Botaniker schätzen sie für ihre hochkonzentrierten Bitterstoffe, die in der indigenen Heilkunde eine zentrale Rolle spielen.

Wissenschaftlich wird die Pflanze heute meist der Gattung Picrolemma zugeordnet und als Synonym von Picrolemma huberi geführt. Der ursprüngliche Name verweist auf die historische Region Neugranada, in der die ersten Sammlungen stattfanden.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Cedronia (Cedronie)
  • Art Cedronia granatensis (Neugranada-Cedronia)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser immergrüne Strauch oder kleine Baum erreicht Wuchshöhen von drei bis sechs Metern. Seine schlanken Zweige tragen eine dünne, hellbraune Borke, die bei Verletzung einen intensiven, bitteren Geruch verströmt.

Zu den morphologischen Kennzeichen zählen:

  • Blattwerk: Die Blätter sind wechselständig, sehr groß und unpaarig gefiedert.
  • Blütenstand: Die kleinen Blüten sind weißlich bis hellgelb und in endständigen Rispen angeordnet.
  • Früchte: Die eiförmigen Steinfrüchte verfärben sich bei der Reife leuchtend gelb oder orange.

Jede Frucht enthält einen einzelnen, großen Samen, der von einer dünnen Fruchtfleischschicht umgeben ist.

Anwendungen

In den Ursprungsregionen nutzen indigene Völker Dekokte der Rinde zur Linderung von Malaria-Symptomen und zur Bekämpfung von Darmparasiten. Die enthaltenen Wirkstoffe weisen nachweislich starke antiplasmodiale Eigenschaften auf.

Zusätzliche Anwendungen umfassen:

  • Fiebersenkung: Die Rinde wird als natürliches Antipyretikum bei schweren Infektionen eingesetzt.
  • Verdauungshilfe: Geringe Dosen des Extrakts dienen als bitteres Tonikum zur Magenstärkung.

Interessante Fakten

Die Wirkstoffe von Vertretern der Gattung Picrolemma werden in der pharmakologischen Forschung aktiv auf ihre Eignung gegen moderne, resistente Malariastämme untersucht. Der Gattungsname leitet sich vom griechischen Wort für bitter ab, was die prägende Eigenschaft der Pflanze beschreibt.

Verbreitungsgebiet

  • Kolumbien
  • Peru
  • Ecuador
  • Brasilien

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Kew Science)
  • WFO: World Flora Online Dataset
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • Tropicos: Missouri Botanical Garden Database

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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