Glatter Zürgelbaum Netzblättriger (Celtis laevigata subsp. reticulata)

Netleaf hackberry
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Celtis laevigata subsp. reticulata: Botanik und Lebensraum

Die Unterart Celtis laevigata subsp. reticulata zeichnet sich durch ihre bemerkenswerte Toleranz gegenüber extrem trockenen und rauen Klimabedingungen aus. Im Gegensatz zu ihren in feuchteren Regionen beheimateten Verwandten besiedelt sie bevorzugt felsige Hänge, tiefe Canyons und Wüstenrandgebiete. Ihre Präsenz in diesen ariden Zonen zeugt von einer langen evolutionären Anpassung an stark eingeschränkte Wasserverfügbarkeit.

Das langsame Wachstum dieses Baumes führt zur Ausbildung eines extrem dichten und harten Holzes. In der kargen Landschaft bietet die ausladende Krone dieser Bäume einen überlebenswichtigen Schattenplatz für die lokale Fauna. Die Struktur der Rinde formt sich tief gefurcht und bildet markante, korkartige Rippen auf der Stammoberfläche.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis laevigata (Glatter Zürgelbaum)
  • Unterart Celtis laevigata subsp. reticulata (Glatter Zürgelbaum Netzblättriger)

Lebendiger Puls

Morphologie

Das auffälligste Merkmal von Celtis laevigata subsp. reticulata sind die stark netzartig geäderten Blätter, die sich derb und rau anfühlen. Die Unterseite der Blätter weist oft eine feine Behaarung auf, die als natürlicher Verdunstungsschutz fungiert. Die Blattspreiten wachsen meist kleiner und dicker als die der verwandten Nominatform.

In den Zweigen reifen winzige, kugelige Steinfrüchte heran, die im Endstadium eine rötliche bis braune Färbung annehmen. Das tiefgreifende Wurzelsystem kann massive Felsspalten durchdringen, um tief liegende Feuchtigkeit zu erschließen.

Blütezeit

Frühling

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In trockenen Regionen übernimmt die Pflanze eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung lockerer Böden und der Verhinderung von Erosion an steilen Hängen. Sie wird zunehmend in xeriskapischen Gärten eingesetzt, da sie nach der Etablierung kaum noch zusätzliche Bewässerung benötigt.

Das außerordentlich harte Holz wurde traditionell von lokalen Gemeinschaften für den Bau robuster Unterstände genutzt.

Interessante Fakten

Trotz der extremen Trockenheit ihres natürlichen Lebensraums kann Celtis laevigata subsp. reticulata ein erstaunliches Alter von mehreren hundert Jahren erreichen. Das langsame Wachstum unter Stressbedingungen trägt maßgeblich zu dieser enormen Langlebigkeit bei.

Die derben Blätter dienen verschiedenen spezialisierten Schmetterlingsraupen als ausschließliche Nahrungsquelle, wodurch der Baum das fragile Wüstenökosystem stützt.

Verbreitungsgebiet

  • United States
  • Mexico

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • Tropicos
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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