Zwerg-Zürgelbaum Deams (Celtis pumila var. deamii)

Deam's Hackberry Deams Zürgelbaum
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Celtis pumila var. deamii: Botanik und Ökologie des Deam-Zürgelbaums

Auf trockenen, felsigen Böden des nordamerikanischen Kontinents gedeiht ein robuster Vertreter der Zürgelbäume, der selbst extreme Standorte meistert. Charles Deam, ein renommierter Erforscher der Flora von Indiana, lieferte den Namensträger für diese taxonomische Form. Die Pflanze behauptet sich als widerstandsfähiger Strauch oder kleinbleibender Laubbaum in offenen Waldlandschaften und an exponierten Waldrändern.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis pumila (Zwerg-Zürgelbaum)
  • Varietät Celtis pumila var. deamii (Zwerg-Zürgelbaum Deams)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Wuchsform bleibt im Vergleich zu anderen Vertretern der Gattung deutlich kompakter und erreicht oft nur Strauchhöhe. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, eiförmig und zeigen die typische asymmetrische Blattbasis der Zürgelbäume. Sie weisen eine auffällig raue bis leicht ledrige Oberflächenstruktur auf, was als xerophytische Anpassung an trockene Standorte gewertet wird.

Kleine, kugelige Steinfrüchte reifen vom Spätsommer bis in den Herbst heran. Ihre Farbe wechselt von Grün zu einem tiefen Orange-Rot oder Violett-Braun. Die unscheinbaren, meist eingeschlechtigen Blüten erscheinen synchron mit dem Blattaustrieb.

Blütezeit

Frühjahr

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Eine wirtschaftliche Holznutzung entfällt aufgrund der geringen Wuchshöhe, der starken Verzweigung und des meist unregelmäßigen Stammes. Ökologisch spielt das Wildgehölz in seinem Habitat jedoch eine hochgradig wichtige Rolle.

  • Wildtiernahrung: Die energiereichen Steinfrüchte werden von zahlreichen nordamerikanischen Singvögeln geschätzt.
  • Erosionsschutz: Das weitreichende Wurzelsystem festigt felsige Böden und erosionsgefährdete Hänge.

Interessante Fakten

Die genaue taxonomische Einordnung dieser Varietät war historisch oft Gegenstand von Debatten unter Systematikern. Häufig wird die Pflanze in aktuellen floristischen Werken als Synonym oder enge Verwandte von Celtis tenuifolia behandelt.

  • Der Pionier-Botaniker Charles Deam sammelte zehntausende Pflanzenbelege, um die komplexe Flora des Mittleren Westens zu dokumentieren.
  • Trotz ihres unscheinbaren Äußeren besitzt die Pflanze eine enorme physiologische Toleranz gegenüber Dürreperioden.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten

Quellen

  • World Flora Online (WFO)
  • Tropicos
  • Plants of the World Online (POWO)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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