Tala-Zürgelbaum (Celtis tala)

Tala Desert Hackberry Sataqchi
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Celtis tala (Wüsten-Zürgelbaum): Morphologie und Holznutzung

Unter den Gehölzen der südamerikanischen Trockenwälder fällt Celtis tala durch ihr extrem hartes Holz und ihre dornigen Zweige auf. Diese robuste Pflanzenart aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) prägt die Flora im Gran Chaco und in der argentinischen Pampa maßgeblich.

In ihrem natürlichen Habitat bevorzugt sie trockene bis leicht feuchte, gut durchlässige Böden. Je nach lokaler Wasserverfügbarkeit kann die Pflanze entweder als ausladender Baum oder als dichter, stark verzweigter Strauch wachsen.

Die Art spielt eine überaus wichtige ökologische Rolle in ihrem Lebensraum. Ihre kleinen, aber sehr süßen Früchte dienen einheimischen Vögeln und verschiedenen Insektenarten als wertvolle Nahrungsquelle.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Cannabaceae (Hanfgewächse)
  • Gattung Celtis (Zürgelbäume)
  • Art Celtis tala (Tala-Zürgelbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

In Baumform erreicht Celtis tala eine Höhe von bis zu 12 Metern. Dabei weist der Stamm meist eine markant gewundene Form auf und erreicht einen Durchmesser von etwa 40 Zentimetern.

Wächst die Pflanze strauchartig, bildet sie mehrere dicht verzweigte Stämme. Die auffällig helle Rinde variiert farblich von aschgrau bis hellbraun.

Die Zweige wachsen in einem charakteristischen Zickzack-Muster. Sie sind in den Blattachseln mit starken, über 1,5 Zentimeter langen Dornen besetzt.

Die wechselständigen, gestielten Blätter sind dunkelgrün, dreinervig und an der Spitze deutlich zugespitzt. Im apikalen Bereich weisen die Blattränder eine gesägte Struktur auf.

Im Frühling bringt der Baum unscheinbare, gelbliche, fünfzählige Blüten hervor. Da es sich um zwittrige Blüten handelt, ist die Pflanze zur Selbstbefruchtung fähig.

Die Frucht ist eine kleine, etwa einen Zentimeter breite Steinfrucht. Sie ist zwar wenig fleischig und enthält einen großen Samen, überzeugt aber durch ihren angenehm süßen Geschmack.

Blütezeit

Frühling

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Obwohl die reifen Früchte für den Menschen essbar sind, haben sie heute keine kommerzielle Bedeutung mehr. Sie werden von der lokalen Bevölkerung kaum systematisch geerntet oder verarbeitet.

In der regionalen Holzwirtschaft wird die Art hingegen noch immer sehr geschätzt. Das zähe, harte und relativ schwere Holz liefert ein hervorragendes Rohmaterial für Handwerker.

Es eignet sich ideal zur Herstellung kleiner, filigran geschnitzter Gegenstände sowie für belastbare Griffe von Handwerkzeugen. Aufgrund seines enorm hohen Heizwertes wird das Holz zudem als erstklassiges Brennholz genutzt.

Interessante Fakten

  • Ökologischer Druck: In weiten Teilen der Provinz Buenos Aires stehen die natürlichen Bestände von Celtis tala aufgrund der massiven Ausweitung von Agrarflächen unter starkem Druck.
  • Extreme Anpassungsfähigkeit: Durch die alternative Wuchsform als bodennaher Strauch kann die Pflanze in besonders niederschlagsarmen Gebieten überleben.
  • Taxonomische Historie: In der älteren wissenschaftlichen Literatur wird die Art häufig unter dem Synonym Celtis ehrenbergiana oder Celtis spinosa geführt.

Verbreitungsgebiet

  • Argentinien
  • Paraguay
  • Uruguay

Natürliche Varietäten

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • WFO (World Flora Online)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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