Hainan-Pflaumeneibe (Cephalotaxus hainanensis)
Cephalotaxus hainanensis – Hainan-Kopfeibe im Detail
In den artenreichen Nebelwäldern der Insel Hainan besiedelt Cephalotaxus hainanensis feuchte Schluchten und Berghänge. Dieser stattliche Nadelbaum ist eng mit der Art Cephalotaxus mannii verwandt. Aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften steht er im Fokus der medizinischen Forschung.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Überklasse Gymnospermae
- ∟ Abteilung Pinophyta
- ∟ Unterklasse Cupressidae
- ∟ Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
- ∟ Familie Cephalotaxaceae (Pflaumeneibengewächse)
- ∟ Gattung Cephalotaxus (Kopfeiben)
- ∟ Art Cephalotaxus hainanensis (Hainan-Pflaumeneibe)
Morphologie
Der Baum erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 20 Metern bei einem maximalen Stammdurchmesser von über einem Meter. Seine dünne, rötlich-braune Rinde blättert in Streifen ab. Die sichelförmigen Nadeln sind dünn, lederartig strukturiert und erreichen Längen von bis zu 7,5 Zentimetern.
Auf der Unterseite der dunkelgrün glänzenden Nadeln befinden sich markante helle Spaltöffnungsbänder. Die männlichen Blütenzapfen zeigen sich in kugeliger Form und blassgelber Farbe. Nach der Bestäubung bilden sich rote Samenmäntel aus, welche die länglichen Samenkörner umschließen.
Blütezeit
November bis März
Anwendungen
Die Rinde und die Nadeln dieser Art enthalten wertvolle Alkaloide wie Cephalotaxin und Harringtonin. Diese Wirkstoffe finden in der modernen Medizin Anwendung bei der Herstellung von Krebsmedikamenten, insbesondere zur Behandlung von Leukämie. Historisch wurde das dichte Holz zudem für Bauarbeiten genutzt.
Interessante Fakten
Aufgrund illegaler Wilderei zur Gewinnung medizinischer Wirkstoffe und des Verlusts von Lebensraum gilt die Hainan-Kopfeibe als stark gefährdet. Die chinesische Regierung hat ein striktes Fäll- und Ernteverbot erlassen, um die verbliebenen Wildbestände zu schützen. Die Reifung der Samen erfolgt bei dieser Art außergewöhnlich langsam.
Verbreitungsgebiet
- China
- Myanmar
- Thailand
- Vietnam
Quellen
- Hui-lin Li: Lloydia, 1954
- The Gymsomperm Database (conifers.org)
- IUCN Red List of Threatened Species