Fortunes Kopfeibe (Cephalotaxus fortunei)

IUCN: Nicht gefährdet
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Fortunes Kopfeibe (Cephalotaxus fortunei) im Portrait

In den nebligen Bergwäldern West- und Zentralchinas gedeiht ein Nadelgehölz, dessen elegante, überhängende Zweige schon im 19. Jahrhundert westliche Pflanzensammler faszinierten. Dieses markante Gewächs ist als Cephalotaxus fortunei bekannt, benannt nach dem schottischen Botaniker Robert Fortune, der es 1848 nach Europa einführte.

Als schattentoleranter Unterholzbewohner fügt sich das Gehölz perfekt in feuchte, humose Waldstandorte ein. Neben dem Zierwert schätzen Wissenschaftler die Pflanze heute vor allem wegen ihrer wertvollen Inhaltsstoffe in der Rinde.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • ∟ Abteilung Pinophyta
  • ∟ Unterklasse Cupressidae
  • ∟ Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
  • ∟ Familie Cephalotaxaceae (Pflaumeneibengewächse)
  • ∟ Gattung Cephalotaxus (Kopfeiben)
  • ∟ Art Cephalotaxus fortunei (Fortunes Kopfeibe)

Lebendiger Puls

Morphologie

Cephalotaxus fortunei wächst als immergrüner, meist mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum mit einer locker abgerundeten Krone. Er erreicht Wuchshöhen von bis zu 20 Metern, während die rotbraune Rinde des Stammes in feinen Streifen abblättert.

Die Nadeln sind die längsten innerhalb der gesamten Gattung und weisen eine markante Struktur auf:

  • Länge und Form: Sie werden zwischen 1,5 und 12,5 Zentimeter lang sowie bis zu 5 Millimeter breit. Die Nadeln sind lineal-lanzettlich geformt und oft leicht sichelförmig gebogen.
  • Konsistenz: Die Textur ist ledrig, aber dennoch spürbar weich und biegsam.
  • Farbe und Spaltöffnungen: Die Oberseite glänzt dunkelgrün, während die Unterseite zwei auffällige, weißgraue Stomastreifen besitzt.

Die Art ist zweihäusig getrenntgeschlechtlich. Die männlichen Blütenstände stehen in kugeligen Gruppen an kurzen Stielen, während die weiblichen Zapfen nach der Bestäubung eiförmige, fleischige Samenmäntel bilden, die sich bei Reife purpurfarben verfärben.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich über das Frühjahr von April bis Mai.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In der modernen Medizin haben Extrakte aus der Rinde und den Nadeln von Cephalotaxus fortunei große Aufmerksamkeit erlangt. Die darin enthaltenen Alkaloide werden intensiv für die Entwicklung von Krebsmedikamenten erforscht und genutzt.

Darüber hinaus erfüllt die Pflanze weitere praktische und ästhetische Zwecke:

  • Gartenbau: Aufgrund des eleganten Wuchses und der Schattentoleranz wird sie in Parks und Gärten als Ziergehölz oder Heckenpflanze geschätzt.
  • Traditionelle Nutzung: Aus dem fleischigen Samenmantel wird in China traditionell Öl gepresst, das als Lampenöl Verwendung findet.

Interessante Fakten

Der schottische Forschungsreisende Robert Fortune, der im 19. Jahrhundert unter abenteuerlichen Bedingungen Pflanzen aus China nach Europa schmuggelte, brachte dieses Gehölz im Jahr 1848 nach Großbritannien. Im chinesischen Raum trägt die Pflanze den bildhaften Namen San Jian Shan (三尖杉).

Interessante ökologische und genetische Details zeigen die Besonderheiten dieser Art:

  • Genetik: Das Erbgut zeichnet sich durch einen haploiden Chromosomensatz von n = 11 aus.
  • Natürliche Anpassung: Die Art besiedelt extreme Höhenlagen von bis zu 3700 Metern über dem Meeresspiegel und trotzt dort kalten Bedingungen.

Verbreitungsgebiet

  • China
  • Myanmar

Natürliche Varietäten

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Tropicos - Missouri Botanical Garden
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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