Koreanische Pflaumeneibe (Cephalotaxus koreana)

Koreanische Kopfeibe

Cephalotaxus koreana: Merkmale, Vorkommen und Schutz

Diese in den schattigen Wäldern Ostasiens beheimatete Kopfeibe besticht durch ihre kompakte Wuchsform und die leuchtend roten Samenzapfen. Sie besiedelt bevorzugt feuchte Bergtäler und wächst im Unterholz dichter Mischwälder. Ihre Verbreitung erstreckt sich über mehrere ostasiatische Länder.

In der Botanik wird sie von einigen Experten als Varietät der Japanischen Kopfeibe eingestuft. Dennoch besitzt sie eigenständige ökologische Nischen und eine große Bedeutung für die lokale Flora. Die Bestände im natürlichen Habitat gehen durch forstwirtschaftliche Eingriffe kontinuierlich zurück.

Taxonomie

Morphologie

Als aufrechter, immergrüner Strauch erreicht dieses Gehölz meist Wuchshöhen von 1 bis 3 Metern. Das Wachstum verläuft äußerst langsam, führt jedoch zu einer sehr dichten Verzweigung. Die Rinde junger Zweige ist grünlich und färbt sich später graubraun.

Die Nadeln sind tiefdunkelgrün gefärbt und weisen eine ledrige Textur auf. Sie besitzen folgende morphologische Eigenschaften:

  • Nadelform: Sie sind schmal-linear geformt und enden in einer feinen Spitze.
  • Größe: Die Länge beträgt etwa 3 bis 5 Zentimeter bei einer Breite von rund 4 Millimetern.
  • Anordnung: Sie stehen zweizeilig gescheitelt am Zweig.

Die Pflanzen sind in der Regel zweihäusig. Die weiblichen Zapfen sind im unreifen Zustand grün und nehmen zur Reifezeit eine kräftig rote Färbung an. Sie umschließen die ölhaltigen Samen mit einer fleischigen Hülle.

Blütezeit

März bis April

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In der pharmazeutischen Forschung ist die Art aufgrund ihrer bioaktiven Inhaltsstoffe von großem Interesse. Aus den Trieben und Nadeln wird das Glykosid Catechin-7-O-glucosid isoliert. Dieses wird auf seine antioxidativen Eigenschaften hin untersucht.

Gelegentlich findet sie Verwendung als Zierelement in schattigen Gärten oder Parkanlagen Ostasiens. Das Holz ist aufgrund des langsamen Wachstums sehr dicht und eignet sich für kleine Schnitzarbeiten.

Interessante Fakten

Die reifen, roten Samenhüllen weisen einen süßlichen Geschmack auf und sind theoretisch essbar, während der eigentliche Samenkern hochgiftig ist. Diese evolutionäre Anpassung lockt gezielt Vögel an. Die Tiere verdauen das Fruchtfleisch und scheiden die unverdaulichen Samen unversehrt wieder aus.

Auf der Koreanischen Halbinsel gilt ein jahrhundertealtes Exemplar dieser Gattung als Naturdenkmal. Es wird dort als Symbol für Langlebigkeit und Ausdauer verehrt.

Verbreitungsgebiet

  • Südkorea
  • Nordkorea
  • Japan
  • China

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Kew Science)
  • WFO: World Flora Online
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos