Breitblättrige Kopfeibe (Cephalotaxus latifolia)
Cephalotaxus latifolia – Breitblättrige Kopfeibe im Porträt
Als charakteristischer Unterholz-Bewohner der chinesischen Bergwälder fällt Cephalotaxus latifolia durch seine markanten Blätter auf. Dieses Nadelgehölz wächst strauchartig oder als kleiner Baum in mittleren bis hohen Lagen. Die Art ist eng mit anderen ostasiatischen Kopfeiben verwandt und gilt in ihrer Heimat als schützenswert.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Überklasse Gymnospermae
- ∟ Abteilung Pinophyta
- ∟ Unterklasse Cupressidae
- ∟ Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
- ∟ Familie Cephalotaxaceae (Pflaumeneibengewächse)
- ∟ Gattung Cephalotaxus (Kopfeiben)
- ∟ Art Cephalotaxus latifolia (Breitblättrige Kopfeibe)
Morphologie
Die Pflanze wächst als immergrüner Strauch oder kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 5 Metern. Ihre graubraune Rinde umschließt kräftige Äste mit flachen Zweigen. Die Nadeln zeichnen sich durch eine auffallend dicke und ledrige Textur aus.
Mit einer Länge von 1,6 bis 3 Zentimetern und einer Breite von bis zu 6 Millimetern sind sie im Vergleich zu anderen Arten relativ breit. Die Nadeln besitzen keinen Stiel und stehen fast rechtwinklig von den Trieben ab. Die Oberseite ist dunkel olivgrün, während die Unterseite weiße Spaltöffnungslinien zeigt.
Die Blütezeit findet im Mai statt, gefolgt von der Entwicklung umhüllter, eiförmiger Samenkörner. Diese erreichen eine Länge von etwa 2 Zentimetern und enden in einer kleinen Spitze.
Blütezeit
Mai
Anwendungen
In der traditionellen chinesischen Medizin finden Auszüge aus verschiedenen Pflanzenteilen Verwendung. Zudem dient das feste Holz der lokalen Bevölkerung gelegentlich als Brennstoff oder zur Herstellung kleinerer Holzwaren. Eine großflächige forstwirtschaftliche Nutzung findet jedoch nicht statt.
Interessante Fakten
Die taxonomische Beschreibung dieser Art war über Jahrzehnte umstritten und wurde erst 1999 endgültig gültig publiziert. In den chinesischen Bergen besiedelt sie extreme Steilhänge und dichte Gebüsche in Höhen von bis zu 2400 Metern. Sie gilt laut der IUCN aufgrund von Lebensraumverlust als potenziell gefährdet.
Verbreitungsgebiet
- China
Quellen
- Acta Phytotaxonomica Sinica, 1975 & 1984
- Novon: A Journal for Botanical Nomenclature, 1999
- The Gymnosperm Database (conifers.org)