Olivers Kopfeibe (Cephalotaxus oliveri)
Cephalotaxus oliveri (Olivers Kopfeibe) – Beschreibung & Status
Unter dem schützenden Blätterdach subtropischer Mischwälder in Mittel- und Südchina gedeiht Cephalotaxus oliveri als charakteristischer Unterholzstrauch. Diese immergrüne Konifere wächst vorwiegend an schattigen Berghängen und in feuchten Tälern.
Aufgrund der intensiven Nutzung zur Gewinnung medizinischer Wirkstoffe und des allgemeinen Lebensraumverlusts verzeichnen die Bestände seit Jahrzehnten einen spürbaren Rückgang. Die Art wird daher auf der Roten Liste gefährdeter Arten geführt.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Überklasse Gymnospermae
- ∟ Abteilung Pinophyta
- ∟ Unterklasse Cupressidae
- ∟ Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
- ∟ Familie Cephalotaxaceae (Pflaumeneibengewächse)
- ∟ Gattung Cephalotaxus (Kopfeiben)
- ∟ Art Cephalotaxus oliveri (Olivers Kopfeibe)
Morphologie
Dieses Gehölz wächst als kompakter, immergrüner Strauch oder kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 4 Metern. Seine schuppige Rinde weist eine gelbliche bis graubraune Färbung auf, während die beblätterten Zweige im Umriss länglich-elliptisch erscheinen.
Die ledrigen, steifen Nadeln stehen in einem weiten Winkel von den Zweigen ab und sind linear-lanzettlich geformt. Sie erreichen eine Länge von 1,5 bis 3,2 Zentimetern und tragen an der Unterseite zahlreiche feine Spaltöffnungsreihen.
Die einzeln stehenden Samenzapfen entwickeln sich aus bestäubten weiblichen Blüten. Die reifen Samen sind eiförmig bis fast kugelig und werden von einem grünen bis bräunlichen Samenmantel umhüllt.
Blütezeit
Blütezeit von März bis April, Samenreife von August bis Oktober
Anwendungen
Die Rinde, Zweige und Samen enthalten wertvolle Antikrebs-Alkaloide wie Harringtonin, weshalb die Pflanze in der pharmazeutischen Industrie stark nachgefragt wird. Darüber hinaus wird sie gelegentlich als dekoratives Ziergehölz in Gärten kultiviert.
Interessante Fakten
Die Art besitzt eine ungewöhnlich niedrige genetische Diversität, was ihre natürliche Anpassung an Klimaveränderungen erschwert. Trotz eines relativ großen Verbreitungsgebiets schwinden die Wildbestände durch Raubbau und Abholzung stetig.
Verbreitungsgebiet
- Zentral- und Südchina
- Vietnam (fraglich)
- Laos (fraglich)
- Thailand (fraglich)
Quellen
- WFO: Cephalotaxus oliveri Mast.
- POWO: Plants of the World Online
- IUCN Red List: Vulnerable assessment