Torreya-Doppelporling (Diploporus torreyoides)

Diploporus torreyoides: Eine fossile Konifere des Eozäns

Fossile Funde aus dem Eozän und Paläozän Nordamerikas belegen die Existenz von Diploporus torreyoides, einer ausgestorbenen Koniferenart aus der Familie der Eibengewächse. Diese Pflanzengattung ist monotypisch und wurde ausschließlich durch versteinerte Samen in Hornstein-Ablagerungen wissenschaftlich beschrieben.

Die Fundorte erstrecken sich über die Clarno-Formation in Oregon sowie über Formationen in North Dakota. Sie geben wertvolle Einblicke in die Flora des mittleren Eozäns vor etwa 43 bis 45 Millionen Jahren.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • Abteilung Pinophyta
  • Unterklasse Cupressidae
  • Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
  • Familie Taxaceae (Eibengewächse)
  • Gattung Diploporus (Doppelporling)
  • Art Diploporus torreyoides (Torreya-Doppelporling)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die morphologische Beschreibung von Diploporus torreyoides stützt sich auf rund 75 fossile Samenpräparate. Diese weisen eine zweiseitig symmetrische, fast eiförmige Gestalt mit einer leicht zugespitzten Spitze und einer abgerundeten Basis auf.

  • Größe: Die versteinerten Samen haben eine Länge von etwa 6,7 bis 8,0 Millimetern und eine Breite von 5,4 bis 8,0 Millimetern.
  • Kamm: Ein ausgeprägter scharfer Grat verläuft entlang des oberen Drittels des Samens und wird durch die Verbindung der Rücken- und Bauchseite gebildet.
  • Gefäßnarben: Typisch für Eibengewächse ist ein Paar seitlicher Gefäßnarben, die sich an der breitesten Stelle des Samens befinden.

Interessante Fakten

Der Gattungsname leitet sich von den griechischen Wörtern diplo für 'doppelt' und poros für 'Durchgang' ab, was sich auf die paarigen Gefäßnarben der Samen bezieht. Das Epitheton torreyoides deutet auf die Ähnlichkeit mit den rezenten Nusseiben der Gattung Torreya hin.

Die Fossilien wurden über mehrere Jahrzehnte hinweg zwischen 1942 und 1989 von verschiedenen Sammlern und Schülern zusammengetragen. Der Paläobotaniker Steven R. Manchester untersuchte diese Stücke schließlich und veröffentlichte 1994 die Erstbeschreibung.

Verbreitungsgebiet

  • Oregon
  • North Dakota

Quellen

  • Manchester (1994): Fruits and seeds of the Middle Eocene Nut Beds Flora, Clarno Formation, Oregon
  • WFO: World Flora Online
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility

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