Bitterholzbaum
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
In den feuchten Monsunwäldern Südostasiens wächst ein stattlicher Baum, der historisch als Hebonga mollis klassifiziert wurde. Diese vom Botaniker Ludwig Radlkofer beschriebene Art wird heute der weit verbreiteten Spezies Ailanthus triphysa zugeordnet. Sie ist ein typischer Vertreter der tropischen Sekundärwälder.
Die Pflanze bevorzugt gut durchlässige Böden in warmen, feuchten Klimazonen. Wegen ihres schnellen Wachstums und ihrer Fähigkeit, gestörte Flächen zu besiedeln, hat sie eine große forstwirtschaftliche Bedeutung. In vielen asiatischen Ländern wird sie forstlich genutzt.
Imposante Wuchshöhen von bis zu 30 Metern und ein gerader, zylindrischer Stamm prägen das Erscheinungsbild dieses Baumes. Die Borke ist grau-braun, glatt und weist auffällige Korkporen auf. Junge Zweige und Knospen sind oft fein behaart, was das Epitheton mollis (weich) erklärt.
Die Blätter und Blüten weisen folgende botanische Kennzeichen auf:
Das harzige Exsudat des Stammes liefert das kostbare Halmaddi-Harz, das traditionell zur Herstellung von Räucherstäbchen genutzt wird. Es verströmt beim Verbrennen einen charakteristischen, süß-balsamischen Duft. In Indien und Südostasien ist diese Nutzung wirtschaftlich sehr bedeutend.
Das leichte und weiche Holz eignet sich hervorragend zur Herstellung von Streichhölzern und Verpackungskisten. In der traditionellen Heilkunde wird die Rinde zudem wegen ihrer fiebersenkenden und tonisierenden Wirkung eingesetzt. Aus den Blättern lassen sich natürliche Farbstoffe gewinnen.
Die Aufstellung der Gattung Hebonga durch Radlkofer basierte auf spezifischen Details der Blütenmorphologie. Erst spätere Revisionen zeigten, dass es sich um eine Standortvarietät der weit verbreiteten Art Ailanthus triphysa handelt. Dies zeigt die historische Dynamik in der botanischen Taxonomie.
Die geflügelten Früchte können durch den Wind weite Strecken zurücklegen und keimen sehr schnell auf offenen Flächen. Dadurch etabliert sich der Baum rasch nach Waldbränden oder Kahlschlägen. Seine Blätter verströmen beim Zerreiben einen intensiven, fast unangenehmen Geruch.
Picrasma
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