Siam-Hebonga (Hebonga siamensis)

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Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Hebonga siamensis (Ailanthus triphysa): Merkmale & Vorkommen

Durch die botanischen Expeditionen im ehemaligen Königreich Siam erlangte der Baum Hebonga siamensis seine wissenschaftliche Erstbeschreibung. Diese Pflanze wird in der modernen Botanik als taxonomisches Synonym der Art Ailanthus triphysa klassifiziert. Sie gehört zur Familie der Bittereschengewächse (Simaroubaceae).

Die Bäume besiedeln vor allem feuchte Laubmischwälder und wachsen in Tälern entlang von Flussläufen. Dank ihrer tiefen Pfahlwurzeln können sie auch kurze Trockenzeiten problemlos überstehen. In Thailand wird die Art für ihre ökologische Stabilisierung von Flussufern geschätzt.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Hebonga (Hebonga-Baum)
  • Art Hebonga siamensis (Siam-Hebonga)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser großwüchsige Laubbaum bildet eine lockere, hoch ansetzende Krone aus. Die grau-grüne Rinde ist mit feinen Längsstreifen durchzogen und verströmt bei Verletzung ein harziges Sekret. Seine jungen Triebe sind kahl oder nur schwach behaart, was ihn von der philippinischen Form unterscheidet.

Wichtige morphologische Merkmale sind:

  • Blätter: Die großen, gefiederten Blätter bestehen aus zahlreichen lanzettlichen, asymmetrischen Fiederblättchen.
  • Blüten: Die Blütenstände sind endständige, reich verzweigte Rispen mit vielen winzigen, grünlich-gelben Blüten.
  • Früchte: Aus den Fruchtknoten entwickeln sich charakteristische, papierartige Flugfrüchte mit zentralem Samen.

Anwendungen

Das gewonnene Harz wird traditionell im thailändischen Kunsthandwerk und zur Parfümierung verwendet. Es dient als Fixativ in Duftmischungen und hat eine lange Tradition im religiösen Zeremoniell. Die wirtschaftliche Gewinnung erfolgt lokal durch das Anritzen der Rinde.

Das leichte Holz wird für die Produktion von Furnieren, Sperrholz und Kisten geschätzt. In der traditionellen Medizin Thailands gilt ein Dekokt der Rinde als wirksames Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden. Die Pflanze schützt zudem als Windschutzstreifen empfindliche landwirtschaftliche Kulturen.

Interessante Fakten

Das Art-Epitheton siamensis verweist direkt auf das historische Herkunftsland Siam, das heutige Thailand. Die Entdeckung dieser Art trug maßgeblich zur Erfassung der biologischen Diversität Südostasiens im frühen 20. Jahrhundert bei. Sie belegt die botanische Vielfalt der Region.

Wie bei allen Götterbaumgewächsen keimen die Samen sehr leicht, sobald sie auf offenen Boden treffen. Die Entwicklung vom Sämling zum jungen Baum erfolgt in erstaunlich kurzer Zeit. Die Pfahlwurzeln dringen tief in den Boden ein und verankern den Baum sturmsicher.

Verbreitungsgebiet

  • Thailand

Quellen

  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • World Flora Online (WFO)
  • Plants of the World Online (POWO)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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