Yunnan-Hopfen
Humulus yunnanensis ist eine seltene, wilde Hopfenart, die in den Bergwäldern der südwestchinesischen Provinz Yunnan beheimatet ist. Sie zeichnet sich …
Schon im frühen Mittelalter schätzten Braumeister das charakteristische Aroma und die konservierende Kraft, die in den grün glänzenden Zapfen dieser Kletterkünstler verborgen liegt. Die Gattung Humulus umfasst windende Kräuter, die sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit im Uhrzeigersinn emporranken.
Heimisch auf der gesamten Nordhalbkugel, bevorzugen diese Pflanzen feuchte Waldränder und Flussufer, wo sie dichte grüne Schleier bilden. Neben ihrer herausragenden Rolle in der Brauindustrie besitzen sie eine lange Tradition als geschätzte Heilpflanzen in der Naturheilkunde.
Die Vertreter der Gattung Humulus sind ausdauernde oder einjährige Kletterpflanzen, deren raue, sechsrippige Stängel sich stets im Uhrzeigersinn winden. Mithilfe von winzigen, zweizinkigen Kletterhaaren klammern sich die Triebe an fast jeder verfügbaren Stütze fest. Die gestielten, herzförmigen Laubblätter stehen sich meist gegenständig gegenüber und weisen eine drei- bis siebenlappige Struktur auf.
Als zweihäusig getrenntgeschlechtliche (diözische) Pflanzen tragen die Individuen entweder nur männliche oder nur weibliche Blütenstände. Während die männlichen Blüten in lockeren Rispen stehen, bilden die weiblichen Blüten dichte, zapfenartige Ähren. An den Tragblättern dieser weiblichen Zapfen befinden sich wertvolle Drüsen, die das goldgelbe Lupulin-Pulver mit seinen typischen Bitterstoffen absondern.
Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis August, gefolgt von der Fruchtreife im Spätsommer.
Das wirtschaftlich bedeutendste Einsatzgebiet von Humulus ist die Bierbrauerei, bei der die weiblichen Hopfenzapfen für das charakteristische bittere Aroma und die natürliche Konservierung des Getränks sorgen. Zudem begünstigen die enthaltenen Gerbstoffe die Klärung der Bierwürze. In der pharmazeutischen Industrie werden Extrakte aufgrund ihrer beruhigenden und schlaffördernden Wirkung für pflanzliche Sedativa genutzt.
Darüber hinaus findet die Pflanze in folgenden Bereichen Verwendung:
Die Wuchskraft des Hopfens ist außergewöhnlich, da junge Triebe unter optimalen Bedingungen eine Wachstumsrate von bis zu 50 Zentimetern pro Woche erreichen können. Um die Qualität beim Bierbrauen zu sichern, werden in den Kulturen ausschließlich unbefruchtete weibliche Pflanzen vermehrt. Die Bildung von Samen wird streng vermieden, da die darin enthaltenen Fettsäuren den Schaum und den Geschmack des Bieres beeinträchtigen würden.
Zu den weiteren bemerkenswerten Aspekten gehören:
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Eine wilde nordamerikanische Hopfenart, die sich durch ihre kletternde Wuchsform und handförmig gelappte Blätter auszeichnet.
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