Niederliegende Andenbeere
Jaltomata procumbens
Krautige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse mit sternförmigen gelbgrünen Blüten und essbaren, dunkelvioletten bis …
Jaltomata viridiflora ist eine bis zu zwei Meter hohe, krautige Pflanze oder ein gelegentlich kletternder Strauch, der in den kühlen Hochlagen der Anden von Venezuela bis Peru heimisch ist. Ihr Artname viridiflora bedeutet „grünblütig“ und verweist direkt auf die ungewöhnlichen, blassgrünen und röhrenförmigen Blüten, aus denen sich später leuchtend orangefarbene bis rötliche Beeren entwickeln.
Botanisch gehört die Art zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und wurde 1818 von Carl Sigismund Kunth zunächst unter dem Namen Atropa viridiflora erstbeschrieben. Erst 1993 überführten die Botaniker Michael Nee und Thomas Mione das Taxon in die neotropische Gattung Jaltomata.
Die Pflanze wächst als aufrechter oder leicht klimmender Halbstrauch und erreicht Wuchshöhen von bis zu zwei Metern. Junge Triebe und Blätter tragen ein dichtes, samtiges bis filziges Kleid aus unverzweigten Trichomen — feinen, mehrzelligen Pflanzenhaaren, die teilweise winzige Drüsenköpfchen an den Spitzen besitzen.
Die eiförmigen bis eilanzettlichen Blattspreiten laufen an der Spitze scharf zu und zeigen einen glatten oder leicht gezähnten Rand.
In den Blattachseln stehen die Blüten meist paarweise, seltener einzeln oder in kleinen Gruppen von bis zu vier Einzelblüten zusammen. Sie besitzen einen präzise abgestimmten Aufbau für die Bestäubung im Hochgebirge:
Obwohl Jaltomata viridiflora eine rein wildwachsende Hochlandpflanze ohne kommerziellen Gartenbauwert ist, werden ihre reifen, saftig-süßen Beeren in den ländlichen Regionen der Anden gelegentlich von der lokalen Bevölkerung direkt vom Strauch als Wildobst gesammelt.
Darüber hinaus dient die Art in wissenschaftlichen Lebendsammlungen und botanischen Gärten als wichtiges Modellobjekt zur Erforschung der Blütenbiologie und der Evolution innerhalb der Nachtschattengewächse.
In Höhenlagen zwischen 2500 und 3400 Metern, am Übergang zum kühlen und windigen Subpáramo (der strauchreichen Hochgebirgsstufe der tropischen Anden), ist die Pflanze extremen Temperaturschwankungen und intensiver UV-Strahlung ausgesetzt. Ihre dichte, samtige Behaarung aus mehrzelligen Trichomen wirkt dabei wie ein mikroskopisches Luftpolster, das die Wärme an der Blattoberfläche speichert und die Verdunstung bei starkem Höhenwind bremst.
Auch die Blütenarchitektur zeigt eine bemerkenswerte Feinabstimmung auf die Bestäuber der Hochanden:
Taxonsynonyme: Hebecladus mollis, Hebecladus viridiflorus, Hebecladus lanceolatus, Atropa flexuosa, Atropa viridiflora, Ulticona viridiflora
Jaltomata procumbens
Krautige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse mit sternförmigen gelbgrünen Blüten und essbaren, dunkelvioletten bis …
Jaltomata dentata
Andiner Strauch aus der Familie der Nachtschattengewächse mit markant gezähnten Blättern und glockenförmigen Blüten.
Jaltomata umbellata
Ein bis zu einen Meter hoher Strauch aus den küstennahen Loma-Nebelwüsten Perus mit doldigen Blütenständen, …
Jaltomata aspera
Ein bis zu zwei Meter hoher Strauch der felsigen Berghänge Perus, der durch einzeln hängende, …