Bitterholzbaum
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Lycium ciliatum ist ein aufrecht wachsender, sommergrüner Strauch aus den trockenen Ebenen und Gebirgstälern des nördlichen Argentiniens und Boliviens, der im Spätsommer mit leuchtend roten bis orangen Beeren geschmückt ist. Sein lateinisches Art-Epitheton ciliatum bedeutet „bewimpert“ und verweist auf die feinen Haarkränze an den Blatträndern sowie an der verbreiterten Basis seiner Staubfäden.
Die Art gehört zur Gattung der Bocksdorne (Lycium) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Wissenschaftlich erstbeschrieben wurde sie im Jahr 1832 von dem deutschen Botaniker Diederich Franz Leonhard von Schlechtendal in der Fachzeitschrift Linnaea; ein bekanntes späteres Synonym ist Lycium argentinum.
Der reich verzweigte Strauch zeigt einen straff aufrechten Wuchs und erreicht in seiner südamerikanischen Heimat Höhen von 1,6 bis 2 Metern. Seine Laubblätter sind äußerst variabel gestaltet und können je nach Niederschlagsmenge und Standort kahl oder deutlich behaart sein.
Die zwittrigen Blüten sind meist fünfzählig, seltener sechszählig aufgebaut und besitzen einen glockenförmigen Kelch, dessen 4 bis 8,5 Millimeter lange Kelchlappen die kurze Kelchröhre deutlich überragen. Die trichterförmige Blütenkrone ist reinweiß bis cremig-schmutzigweiß gefärbt und besitzt zurückgeschlagene Kronlappen von 3,5 bis 8,5 Millimetern Länge.
Auf der Südhalbkugel erstreckt sich die Blütezeit im Frühling und Sommer vorwiegend von Oktober bis Februar.
In den sonnendurchfluteten, oft windigen Trockengebieten des Gran Chaco und der Andenausläufer ist jeder Tropfen Flüssigkeit für die Pflanze kostbar, selbst der zuckerreiche Nektar in den Blüten. Lycium ciliatum gehört innerhalb der Bocksdorne zur Sektion Schistocalyx, deren Vertreter eine fein abgestimmte architektonische Lösung für dieses Problem besitzen.
Zugleich wirkt dieser Haarkranz als mechanischer Filter gegen winzige Nektarräuber wie Ameisen, die keine Bestäubungsarbeit leisten. Nur kräftige Blütenbesucher mit einem ausreichend langen Rüssel können die elastische Wimperschranke durchdringen und streifen dabei zwangsläufig den Pollen an den Staubbeuteln ab — ein Merkmal, das sich als so verlässlich erwies, dass auch moderne DNA-Analysen die Verwandtschaftsgruppe um Lycium ciliatum und seine Schwesterart Lycium chilense exakt bestätigten.
Taxonsynonyme: Lycium schickendantzii, Salpichroa ciliata, Lycium ignarum, Lycium erosum, Lycium ciliatum var. latifolium, Lycium ciliatum var. heteromorphum, Lycium chilense var. meyeri, Lycium ciliatum var. saltense, Lycium ciliatum var. cordobense, Withania pulvinata
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Araucaria humboldtensis
Eine kleine, stark gefährdete Araukarien-Art aus den rauen Bergregionen im Süden Neukaledoniens.
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Araucaria
Die Araukarien sind eine faszinierende Gattung immergrüner Koniferen, die als lebende Fossilien gelten. Sie stammen …