Bitterholzbaum
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Mitragyna parvifolia var. microphylla ist eine kleinblättrige Varietät eines stattlichen, laubabwerfenden Baumes, der in den saisonal trockenen Monsunwäldern von Myanmar und den angrenzenden Regionen Südostasiens wächst. Während bereits der Artname parvifolia aus dem Lateinischen „kleinblättrig“ bedeutet, unterstreicht das griechische Varietätsepitheton microphylla („winzigblättrig“) das noch feinere Laubwerk dieser regionalen Sippe.
Das Taxon gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und wurde 1877 vom deutschen Botaniker Wilhelm Sulpiz Kurz in seiner Forstflora von Britisch-Burma erstmals als Varietät beschrieben. Nach einer Neukombination durch Colin Ernest Ridsdale im Jahr 1978 wird die Sippe in heutigen Referenzdatenbanken meist direkt der vielgestaltigen Hauptart Mitragyna parvifolia zugeordnet.
Der Baum erreicht eine beträchtliche Höhe mit einem geraden, oft leicht spannrückigen Stamm und einer breit ausladenden Krone. In der ausgeprägten Trockenzeit wirft er sein Laub vorübergehend ab, um den Wasserverlust zu begrenzen.
Wie bei vielen tropischen Vertretern der Rötegewächse zeigen die Blätter und Blütenstände eine streng symmetrische Anordnung:
Als Bestandteil der Waldbestände von Myanmar und dem südlichen Asien liefert der Baum ein gleichmäßig strukturiertes, hellbraunes bis gelbliches Nutzholz. Es lässt sich gut drechseln und glätten, weshalb es vor Ort für den Innenausbau, für Möbel, landwirtschaftliche Geräte sowie für Schnitzarbeiten geschätzt wird.
In einem dicht gedrängten, kugelrunden Blütenkopf stehen Hunderte winziger Einzelblüten auf engstem Raum zusammen, was das Risiko einer ungewollten Selbstbestäubung stark erhöht. Um dies zu verhindern, nutzt Mitragyna parvifolia var. microphylla die sogenannte sekundäre Pollenpräsentation — einen zeitlich und mechanisch fein abgestimmten Ablauf.
Auch das namensgebende Merkmal der Varietät — die deutlich verkleinerte Blattspreite (microphylla) — erfüllt eine präzise physikalische Funktion im wechselfeuchten Klima Burmas. Kleinere Blätter besitzen eine dünnere ruhende Luftschicht an ihrer Oberfläche, sodass sie durch vorbeistreichenden Wind schneller abkühlen und selbst in der heißen Übergangszeit vor dem Monsun weiter Photosynthese betreiben können, ohne zu überhitzen.
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