White Purslane (Montia australasica)

Montia australasica: Merkmale, Lebensraum und Botanik der Quellkraut-Art

Montia australasica ist eine zierliche, teppichbildende Staude, die mit ihren fleischigen, schmalen Blättern dichte Polster an feuchten Ufern, in Sumpfgebieten und auf alpinen Kiesflächen bildet. Das Artepitheton australasica verweist direkt auf ihre Heimat auf der Südhalbkugel, wo sie in kühlen bis gemäßigten Regionen Australiens und Neuseelands gedeiht.

Die Art gehört zur Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae). Sie wurde ursprünglich im Jahr 1852 von Joseph Dalton Hooker als Claytonia australasica beschrieben und 1934 von Ferdinand Albin Pax sowie Käthe Hoffmann in die Gattung Montia überführt.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Angiosperms
  • ∟ mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • ∟ eudicots
  • ∟ core eudicots
  • ∟ Superasterids
  • ∟ Ordnung Caryophyllales
  • ∟ Familie Montiaceae
  • ∟ Gattung Montia (Quellkraut)
  • ∟ Art Montia australasica (White Purslane)

Lebendiger Puls

Morphologie

Wuchsform und Stängel

Die Pflanze wächst als kahle, ausdauernde Staude und breitet sich über kriechende Sprossachsen (Stolonen — oberirdische oder flach im Substrat verlaufende Ausläufer) aus, die an den Knoten feine Wurzeln schlagen. Dadurch entstehen flache, oft dicht verflochtene Matten von wenigen Zentimetern Höhe, die je nach Wasserstand im Schlamm wurzeln oder im flachen Wasser fluten.

Blätter

  • Die wechselständigen bis fast gegenständigen Laubblätter sind linealisch bis schmal-spatelförmig und leicht sukkulent (fleischig verdickt zur Wasserspeicherung).
  • Sie erreichen eine Länge von 1 bis 6 Zentimetern und gehen an ihrer Basis in eine verbreiterte, häutige Blattscheide über, die den zarten Stängel schützend umfasst.

Blüten und Früchte

  • Die verhältnismäßig großen, schalenförmigen Blüten stehen einzeln oder in lockeren, wenigblütigen Wickeln in den Blattachseln und sitzen auf schlanken Blütenstielen.
  • Zwei dauerhafte grüne Kelchblätter (Sepalen) umschließen fünf weiße bis zart rosafarbene Kronblätter, die am Grund kurz miteinander verwachsen sind.
  • Als Frucht bildet sich eine eiförmige Kapselfrucht, die sich bei Reife mit drei Klappen öffnet und meist drei glänzend schwarze, linsenförmige Samen freigibt.

Blütezeit

Später Frühling bis Sommer auf der Südhalbkugel (November bis März).

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In Australien und Neuseeland wird Montia australasica gelegentlich in spezialisierten Steingärten, alpinen Pflanzensammlungen sowie am flachen Rand von naturnahen Gartenteichen kultiviert. Durch ihren dichten, kriechenden Wuchs eignet sie sich in botanischen Gärten hervorragend zur Bepflanzung feuchter Kiesbeete und kühler Moorbereiche, wo sie im Frühjahr und Sommer einen dichten Blütenteppich bildet.

Interessante Fakten

Anpassung an wechselnde Wasserstände

Montia australasica besiedelt Lebensräume wie Gebirgsbäche, Teichränder und periodisch überflutete Senken, in denen sich der Wasserstand innerhalb weniger Tage drastisch ändern kann. Ihre Wuchsform ist präzise auf diese dynamischen Bedingungen abgestimmt, sodass dieselbe Pflanze sowohl untergetaucht als auch auf abtrocknendem Kies überleben kann.

  • Steigt das Wasser an, strecken sich die Internodien der Stängel und die schmalen Blätter werden länger und biegsamer, um im strömenden Wasser keinen mechanischen Widerstand zu bieten.
  • Sinkt der Pegel wieder ab, bildet die Pflanze kompakte, kurzgliedrige Rosetten mit stärker verdickten, sukkulenten Blättern, deren Wasserspeichergewebe das schnelle Austrocknen in der intensiven Höhensonne verhindert.
  • Die häutigen Blattscheiden an den Knoten schützen dabei die empfindlichen Teilungsgewebe (Meristeme — Wachstumszonen der Sprosse) vor Reibung durch mitgeführten Sand und feinen Gebirgsschotter.

Verbreitungsgebiet

  • Australien
  • Neuseeland

Technische Information

Taxonsynonyme: Claytonia australasica var. australasica, Claytonia australasica var. alpina, Neopaxia australasica, Claytonia australasica, Paxia australasica

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Montia angustifolia

Montia angustifolia

Montia angustifolia

Zarte, rasenbildende Uferpflanze Neuseelands mit schmal linealischen Blättern, die an den periodisch überfluteten Rändern von …

Montia sessiliflora

Montia sessiliflora

Montia sessiliflora

Endemische, polsterbildende Staude der neuseeländischen Südinsel mit fast ungestielten weißen Blüten an feuchten Gebirgsstandorten.

Montia racemosa

Montia racemosa

Montia racemosa

Ausdauernde, sukkulente Pflanze aus Neuseeland, die sich durch reichblütige, traubenähnliche Blütenstände auszeichnet.

Montia campylostigma

Montia campylostigma

Montia campylostigma

Kleine, polsterbildende Gebirgspflanze aus Neuseeland mit fleischigen Blättern und charakteristisch gekrümmten Narbenästen.