Montia erythrophylla
Niedrig wachsende, polsterbildende Gebirgspflanze aus Neuseeland mit fleischigen, rötlich überlaufenen Blättern und zarten weißen bis blassrosa Blüten.
Die Gattung Montia, im deutschsprachigen Raum als Quellkraut bekannt, umfasst zarte, leicht sukkulente Krautpflanzen, die an kühlen Quellfluren, klaren Bächen und feuchten Ufern auf fast allen Kontinenten gedeihen. Ihren wissenschaftlichen Namen erhielt die Gattung zu Ehren des italienischen Botanikers und Chemikers Giuseppe Monti aus Bologna, während ihre Vertreter für ihre frischen, vitaminreichen Blätter bekannt sind.
Botanisch bildet Montia die namensgebende Gattung der Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales), nachdem sie früher lange Zeit zu den Portulakgewächsen gezählt wurde. Wissenschaftlich erstbeschrieben wurde sie im Jahr 1753 von Carl von Linné in seinem Werk Species Plantarum anhand der Typusart Montia fontana.
Die Vertreter der Gattung Montia sind kleinwüchsige, einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen mit völlig kahlen, oft leicht fleischigen Trieben. Ihre Stängel wachsen meist niederliegend bis aufsteigend, verzweigen sich stark und bilden an den Knoten (Nodien — den Verdickungen am Stängel, an denen die Blätter entspringen) feine Wurzeln oder Ausläufer, wodurch dichte grüne Matten auf nassem Untergrund entstehen.
Die Laubblätter stehen meist gegenständig oder wechselständig am Stängel und besitzen keine Nebenblätter. Ihre leicht sukkulente, also wasserspeichernde Struktur schützt das Gewebe auch dann, wenn flache Uferzonen im Sommer kurzzeitig trockenfallen.
Die winzigen, überwiegend weißen oder zart rosafarbenen Blüten stehen einzeln oder in lockeren, end- beziehungsweise seitenständigen Zymen (Trugdolden — Blütenständen, bei denen die Hauptachse durch eine Endblüte abgeschlossen wird und Seitenzweige das Wachstum fortsetzen). Zwei dauerhafte, krautige Hochblätter umschließen den Blütenboden wie ein schützender Kelch.
Je nach geografischer Breite und Höhenlage blühen die meisten Arten vom späten Frühjahr bis in den Spätsommer.
Alle Arten der Gattung Montia besitzen essbare, mild schmeckende Blätter, die reich an Vitamin C sind. Besonders in Westeuropa, etwa in der traditionellen Küche Frankreichs und der Iberischen Halbinsel, werden die jungen Triebe des Bach-Quellkrauts (Montia fontana) roh als frischer Wildsalat oder gedünstet als feines Frühlingsgemüse geschätzt.
Auch im nordamerikanischen Raum haben die Pflanzen unter dem Namen miner's lettuce (Bergmannssalat) eine lange Tradition als schützende Frischkost gegen Skorbut, wobei dieser Name historisch vor allem durch nahe verwandte und früher zu Montia gezählte Arten geprägt wurde. Da die Pflanzen in freier Natur an Gewässern wachsen, sollten Wildsammlungen vor dem Verzehr stets gründlich gewaschen oder kurz erhitzt werden, um eine Übertragung von Wasserparasiten wie dem Großen Leberegel auszuschließen.
Obwohl Quellkräuter auf den ersten Blick wie unscheinbare Uferpflanzen wirken, verfügen sie über bemerkenswert präzise abgestimmte Mechanismen zur Samenverbreitung und Bestäubung in kalt-feuchten Lebensräumen. Jedes Detail der winzigen Fruchtkapsel arbeitet wie ein feinmechanisches Federwerk, das exakt auf die Bedingungen am Wasser angepasst ist.
Wenn die rundliche Kapselfrucht von Montia heranreift, trocknen ihre drei Fruchtklappen unter zunehmender Gewebespannung ein. Sobald die Kapsel aufreißt, rollen sich die Ränder der Klappen ruckartig nach innen zusammen und pressen die glatten Samen mit hohem Druck heraus, sodass diese weit vom Mutterpolster weggeschleudert werden.
An kühlen Gebirgsbächen und im zeitigen Frühjahr bleiben bestäubende Insekten aufgrund von Kälte und Nässe oft tagelang aus. Viele Montia-Arten sichern ihren Fortbestand daher durch Kleistogamie — die Fähigkeit zur Selbstbestäubung in geschlossenen Blüten, noch bevor sich die Kronblätter überhaupt öffnen oder selbst unter einer dünnen Wasserschicht.
Niedrig wachsende, polsterbildende Gebirgspflanze aus Neuseeland mit fleischigen, rötlich überlaufenen Blättern und zarten weißen bis blassrosa Blüten.
Endemische, mattenbildende Pflanze aus Neuseeland mit schmalen grünen Blättern und auffälligem Blütenkelch, die von den Küsten bis in alpine Geröllfelder …
Kleine, polsterbildende Gebirgspflanze aus Neuseeland mit fleischigen Blättern und charakteristisch gekrümmten Narbenästen.
Ausdauernde, sukkulente Pflanze aus Neuseeland, die sich durch reichblütige, traubenähnliche Blütenstände auszeichnet.
Zarte, rasenbildende Uferpflanze Neuseelands mit schmal linealischen Blättern, die an den periodisch überfluteten Rändern von Bergseen und Teichen wächst.
Niedrig wachsende, sukkulente Staude aus feuchten und alpinen Lebensräumen Australiens und Neuseelands mit zarten weißen Blüten.
Taxonsynonyme: Mona, Crunocallis, Claytoniella, Maxia, Montiastrum, Limnalsine, Neopaxia, Naiocrene
Calyptridium
Eine Pflanzengattung aus der Familie der Montiaceae, heimisch im westlichen Nordamerika und Südamerika.
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Araucaria humboldtensis
Eine kleine, stark gefährdete Araukarien-Art aus den rauen Bergregionen im Süden Neukaledoniens.
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Araucaria sect. Araucaria ist eine botanische Sektion innerhalb der Gattung der Araukarien. Sie umfasst markante …