Bach-Quellkraut
Montia fontana
Kosmopolitisch verbreitete, polsterbildende Wasser- und Sumpfpflanze kalkarmer Quellfluren mit saftig-grünen Trieben und winzigen weißen Blüten.
Montia chamissoi ist eine zarte, mehrjährige Sumpfpflanze, die an eiskalten Gebirgsbächen, auf feuchten Quellwiesen und an Seeufern im westlichen Nordamerika dichte, saftig grüne Matten bildet. Ihr Artname ehrt den deutsch-französischen Naturforscher und Dichter Adelbert von Chamisso, der im frühen 19. Jahrhundert auf seiner Weltumsegelung die Flora der Pazifikküste erforschte.
Wissenschaftlich wurde das Taxon zunächst 1826 von Curt Polycarp Joachim Sprengel als Claytonia chamissoi beschrieben, bevor Edward Lee Greene es 1891 in die Gattung Montia überführte. In den bereitgestellten Basisdaten ist keine Familien- oder Ordnungszugehörigkeit hinterlegt, das Taxon gilt in internationalen Registern wie POWO und WFO jedoch als anerkannter Artname.
Im Gegensatz zu vielen einjährigen Verwandten wächst Montia chamissoi als ausdauernde krautige Pflanze, die sowohl am Ufer kriecht als auch im flachen Wasser flutet. Ihre niederliegenden bis aufsteigenden Stängel erreichen Längen von 5 bis 30 Zentimetern und bilden an den Knoten (Nodien) feine Wurzeln sowie fadenförmige Ausläufer.
Ein charakteristisches Erkennungsmerkmal sind die gegenständigen, leicht fleischigen Laubblätter ohne deutliche Nebenblätter. Sie verschmälern sich an der Basis allmählich in einen kurzen Blattstiel und weisen eine spatelförmige bis verkehrt-lanzettliche Form von 1 bis 5 Zentimetern Länge auf.
Die Blüten erscheinen einzeln in den Blattachseln oder in lockeren, traubenartigen Blütenständen mit bis zu acht Einzelblüten an zurückgebogenen Stielen. Jede Blüte besitzt zwei ungleiche, dauerhafte Kelchblätter sowie fünf weiße bis zart rosafarbene Kronblätter von 5 bis 8 Millimetern Länge.
Später Frühling bis Hochsommer (Mai bis August), abhängig von der Höhenlage und Schneeschmelze
Bergbäche im westlichen Nordamerika sind während der Schneeschmelze ein unberechenbarer Lebensraum, in dem reißendes Schmelzwasser feine Samen leicht fortschwemmt. Montia chamissoi verlässt sich in dieser turbulenten Umgebung nicht allein auf die Bestäubung ihrer Blüten, sondern nutzt ein zweigleisiges Verbreitungssystem.
An den Enden ihrer fadenförmigen Ausläufer schnürt die Pflanze kompakte, stärkereiche Brutknospen (Bulbillen) ab, deren Gewebedichte und Oberfläche exakt auf das Fließgewässer abgestimmt sind. Sobald die Frühjahrsflut oder ein Wildtier die zarten Verbindungsfäden kappt, übernimmt die Strömung den Transport dieser fertigen Miniaturpflanzen.
Taxonsynonyme: Claytonia stolonifera, Claytonia aquatica, Claytonia chamissonis, Claytonia chamissoi
Montia fontana
Kosmopolitisch verbreitete, polsterbildende Wasser- und Sumpfpflanze kalkarmer Quellfluren mit saftig-grünen Trieben und winzigen weißen Blüten.
Montia parvifolia
Mehrjährige, leicht sukkulente Krautpflanze aus dem westlichen Nordamerika mit zarten Ausläufern und weiß-rosafarbenen Blüten an …
Montia angustifolia
Zarte, rasenbildende Uferpflanze Neuseelands mit schmal linealischen Blättern, die an den periodisch überfluteten Rändern von …
Montia howellii
Ein winziges, flach am Boden anliegendes einjähriges Kraut aus dem pazifischen Nordwesten Nordamerikas, das im …