Bach-Quellkraut
Montia fontana
Kosmopolitisch verbreitete, polsterbildende Wasser- und Sumpfpflanze kalkarmer Quellfluren mit saftig-grünen Trieben und winzigen weißen Blüten.
Montia howellii ist eine winzige, leicht zu übersehende einjährige Pflanze, die flache, oft rötlich überlaufene Rosetten oder Matten von kaum wenigen Zentimetern Durchmesser bildet. Sie besiedelt winterfeuchte Senken, lehmige Uferstreifen und offene Kiesflächen im pazifischen Nordwesten Nordamerikas. Ihr Artepitheton howellii ehrt den amerikanischen Feldbotaniker Thomas Jefferson Howell (1842–1912), der die Pflanze in Oregon entdeckte.
Wissenschaftlich erstbeschrieben wurde die Art im Jahr 1883 durch den US-amerikanischen Botaniker Sereno Watson. Sie zählt zu den kleinsten Vertretern der Gattung Montia und ist perfekt an einen extrem kurzen Lebenszyklus zwischen den kühlen Winterregen und der sommerlichen Bodentrockenheit angepasst.
Die zarten, niederliegenden oder bogig aufsteigenden Stängel erreichen lediglich eine Länge von 1 bis 6 Zentimetern und wurzeln häufig an den bodennahen Knoten. Die schmal-linealischen bis lanzettlichen Blätter sind nur 5 bis 20 Millimeter lang und leicht fleischig.
Im Gegensatz zu vielen anderen Arten der Gattung stehen die Laubblätter bei Montia howellii wechselständig am Stängel. Am Blattgrund befindet sich ein auffälliges, trockenhäutiges Tragblatt, das dem Blatt gegenübersteht und den Knoten scheidig umfasst.
März bis Mai
Montia howellii bewohnt einen Lebensraum der Extreme: flache Bodensenken, die im Spätwinter unter kaltem Schmelz- und Regenwasser stehen, aber bereits im Frühsommer steinhart austrocknen. Um dieses schmale Zeitfenster von wenigen Wochen optimal zu nutzen, verzichtet die Pflanze auf jedes überflüssige Größenwachstum und investiert ihre gesamte Energie direkt nach der Keimung in die Anlage fertiler Blütenknospen.
Das häutige, durchscheinende Vorblatt an jedem Stängelknoten wirkt dabei wie ein winziges Schutzdach über den sich entwickelnden Blütenbüscheln. Es hält feinen Schlammspritzern stand und schirmt die empfindlichen Knospen ab, während die Pflanze noch halb im nassen Substrat eingesenkt ist.
Taxonsynonyme: Maxia howellii, Montiastrum howellii, Claytonia howellii
Montia fontana
Kosmopolitisch verbreitete, polsterbildende Wasser- und Sumpfpflanze kalkarmer Quellfluren mit saftig-grünen Trieben und winzigen weißen Blüten.
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