Montia angustifolia
Montia angustifolia
Zarte, rasenbildende Uferpflanze Neuseelands mit schmal linealischen Blättern, die an den periodisch überfluteten Rändern von …
Montia meridensis ist eine zierliche, bodennah wachsende Gebirgspflanze, die ausschließlich in den nebelverhangenen, feucht-kalten Hochlagen der nördlichen Anden vorkommt. Ihr Artname meridensis verweist direkt auf die venezolanische Andenregion rund um die Stadt Mérida, in deren hochalpinen Mooren und Quellfluren die Pflanze zuerst entdeckt wurde.
Wissenschaftlich beschrieben wurde die Art im Jahr 1929 durch den deutschen Botaniker H. Friedrich in den Repertorium Specierum Novarum Regni Vegetabilis. In den internationalen Datenbanken wie POWO und WFO ist Montia meridensis als eigenständige, akzeptierte Art verzeichnet, die eng an das Ökosystem des südamerikanischen Páramo gebunden ist.
Um den eisigen Winden und den starken Temperaturschwankungen in Höhenlagen zwischen 3.000 und über 4.000 Metern zu trotzen, bildet Montia meridensis dichte, flache Matten oder kleine Polster. Ihre zarten, oft rötlich überlaufenen Stängel kriechen über das feuchte Substrat und bewurzeln sich leicht an den Knoten.
Die gegenständig angeordneten Laubblätter stehen an den Triebspitzen oft eng zusammengedrängt und sind leicht fleischig verdickt. Ihre Form reicht von schmal-spatelig bis verkehrt-eiförmig, wobei die Blattbasis scheidig verbreitert ist und den Stängel schützend umgreift.
Die kleinen, radiärsymmetrischen Blüten sitzen einzeln oder in armblütigen Wickeln in den oberen Blattachseln und erheben sich kaum über das schützende Laubpolster. Ihre fünf weißen bis zart rosafarbenen Kronblätter sind am Grund kurz miteinander verwachsen und werden von zwei kräftigen, dauerhaften Kelchblättern gestützt.
Fast ganzjährig mit Schwerpunkt in der feuchteren Jahreszeit
In den tropischen Hochanden oberhalb der Baumgrenze, dem sogenannten Páramo, herrscht ein Klima, das Meteorologen treffend als „Sommer jeden Tag und Winter jede Nacht“ beschreiben. Innerhalb weniger Stunden fällt die Temperatur von intensiver tropischer Sonneneinstrahlung bei plus 15 Grad auf klirrenden Nachtfrost unter den Gefrierpunkt, worauf Montia meridensis mit einer fein abgestimmten Kombination aus Wuchsform und Zellchemie antwortet.
Durch ihren extrem gedrungenen, polsterartigen Wuchs schmiegt sich die Pflanze exakt in die thermische Grenzschicht unmittelbar über dem feuchten Boden, wo die gespeicherte Erdwärme die nächtliche Auskühlung abpuffert. Gleichzeitig reichert das Pflanzengewebe lösliche Zucker und wasserbindende Schleimstoffe an, die den Gefrierpunkt der Zellflüssigkeit nach dem Prinzip eines biologischen Frostschutzmittels (Kryoprotektion) herabsetzen.
Montia angustifolia
Zarte, rasenbildende Uferpflanze Neuseelands mit schmal linealischen Blättern, die an den periodisch überfluteten Rändern von …
Montia sessiliflora
Endemische, polsterbildende Staude der neuseeländischen Südinsel mit fast ungestielten weißen Blüten an feuchten Gebirgsstandorten.
Montia racemosa
Ausdauernde, sukkulente Pflanze aus Neuseeland, die sich durch reichblütige, traubenähnliche Blütenstände auszeichnet.
Montia campylostigma
Kleine, polsterbildende Gebirgspflanze aus Neuseeland mit fleischigen Blättern und charakteristisch gekrümmten Narbenästen.