Niederliegende Neocastela (Neocastela depressa)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Neocastela depressa: Herkunft, Merkmale & Botanik

Unter den trockenheitsresistenten Gehölzen der Karibikinsel Hispaniola nimmt Neocastela depressa eine biologisch faszinierende Rolle ein. Dieser stark dornige Strauch ist eng an das semiaride Klima seiner Heimat angepasst. In der modernen Systematik wird er als Synonym der Art Castela depressa geführt.

Die Pflanze wächst vor allem in trockenen Gebüschen und degradationsempfindlichen Küstenwäldern. Durch die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums gilt die Art heute als gefährdet. Botaniker schätzen sie für ihre ökologische Bedeutung als Erosionsschutz in kargen Landschaften.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Neocastela (Neocastela-Strauch)
  • Art Neocastela depressa (Niederliegende Neocastela)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser ausdauernde Holzstrauch erreicht gewöhnlich Wuchshöhen von zwei bis drei Metern. Die stark verzweigten Äste sind mit spitzen, starren Dornen besetzt, die als Fraßschutz dienen. Die Rinde weist eine graue bis bräunliche Färbung auf und enthält charakteristische Bitterstoffe.

Die Blätter und Blüten zeigen folgende charakteristische Merkmale:

  • Blätter: Die Blätter sind wechselständig angeordnet, ledrig, schmal-elliptisch und weisen einen glatten Rand auf.
  • Blüten: Die kleinen, unscheinbaren Blüten sind eingeschlechtlich und besitzen rötliche bis gelbliche Blütenblätter.
  • Früchte: Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich kleine, steinfruchtartige Beeren, die sich bei Reife intensiv rot färben.

Anwendungen

In der traditionellen Volksmedizin der Karibik werden Auszüge aus der Rinde und den Blättern geschätzt. Die enthaltenen Quassinoide verleihen der Pflanze einen extrem bitteren Geschmack und wirken fiebersenkend. Zudem werden Zubereitungen bei Verdauungsbeschwerden und zur Wundreinigung eingesetzt.

Das harte Holz findet aufgrund der geringen Dimensionen des Strauchs keine Verwendung im Möbelbau. Es wird jedoch lokal als robustes Brennmaterial genutzt. Im ökologischen Landbau dient die dornige Pflanze zur Errichtung von undurchdringlichen Schutzhecken.

Interessante Fakten

Die Erstbeschreibung erfolgte unter dem Namen Castela depressa durch den Botaniker Pierre Jean François Turpin. Später schlug John Kunkel Small vor, die Art aufgrund feiner morphologischer Unterschiede in die eigene Gattung Neocastela zu überführen. Diese Einordnung wurde in modernen genetischen Untersuchungen jedoch revidiert.

Ein biologischer Abwehrmechanismus ist der hohe Gehalt an Bitterstoffen in allen Pflanzenteilen. Dieser schützt die Pflanze in den trockenen Habitaten effektiv vor Weidetieren. Selbst unter extremen Dürrebedingungen wirft der Strauch seine ledrigen Blätter nicht ab.

Verbreitungsgebiet

  • Dominikanische Republik
  • Haiti

Quellen

  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • World Flora Online (WFO)
  • Plants of the World Online (POWO)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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