Bitterholzbaum
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Die Niederliegende Glockenwinde (Nolana humifusa) ist eine flach über den Boden kriechende Staude aus den trockenen, sandigen und steinigen Regionen Perus, die mit ihren leuchtend blauen Blüten dichte Teppiche bildet. Ihr lateinischer Artname humifusa bedeutet „auf der Erde ausgebreitet“ und beschreibt treffend ihren schmiegsamen, bodennahen Wuchs.
Die Art gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie wurde 1762 vom französischen Botaniker Antoine Gouan unter dem Namen Atropa humifusa erstbeschrieben und 1936 von Ivan Murray Johnston der Gattung Nolana zugeordnet.
Aus einem kräftigen, an der Basis kaum verholzenden Hauptspross entspringen dünne, mehrere Dezimeter lange Zweige, die flach aufliegen oder leicht aufsteigen. Die gesamte Pflanze ist nahezu kahl und bildet leicht verdickte, sukkulente (wasserpeichernde) Gewebe aus.
Die wechselständigen Blätter besitzen eine schief eiförmige bis fast kreisrunde Blattspreite von zwei bis drei Zentimetern Länge mit leicht abgestumpfter Spitze. An der Basis gehen sie abgerundet oder spitz zulaufend in einen etwa einen Zentimeter langen Blattstiel über.
Die einzeln in den Blattachseln stehenden Blüten und die darauffolgenden Früchte weisen charakteristische Strukturen auf:
In der Gartenkultur der Nordhalbkugel blüht die Pflanze ausdauernd vom Sommer bis in den Frühherbst.
Vollsonnig und warm; intensives Sonnenlicht fördert einen kompakten Wuchs und eine reiche Blütenbildung.
Mäßig gießen; das Substrat sollte zwischen den Wassergaben gut abtrocknen, Staunässe führt rasch zu Wurzelfäule.
Wärmeliebend (optimal 18–25 °C); nicht frosthart, wird in Mitteleuropa einjährig im Freiland kultiviert.
Niedrige bis normale Luftfeuchtigkeit; verträgt trockene Sommerluft problemlos.
Als Zierpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse nicht zum Verzehr geeignet.
Bereits im Jahr 1760 gelangte Nolana humifusa aus Peru nach Europa und fand Eingang in die Gartenkultur. In Regionen mit kühlen Wintern wird die ausdauernde Art als einjährige Sommerblume gezogen, deren Samen gelegentlich im Fachhandel angeboten werden.
Aufgrund ihrer Trockenheitstoleranz und der niederliegenden Triebe eignet sie sich gut für sonnige Steingärten, Trockenmauern, Pflanzkübel und Hängeampeln. In warmen Sommerblumenbeeten dient sie als blütenreicher Bodendecker auf durchlässigen, sandig-steinigen Böden.
Nolana humifusa ist in den peruanischen Regionen La Libertad, Ancash und Lima heimisch, wo kühle Pazifiknebel auf trockene, sandig-steinige Lehmböden treffen. Um unter diesen Bedingungen Wasser zu sparen und die Nachkommen zu sichern, greifen Blattbau, Blütenkelch und Fruchtform eng ineinander.
Drei aufeinander abgestimmte Merkmale sichern das Überleben am Standort:
Sobald diese nussartigen Teilfrüchte reifen, krümmt sich der erstarkte Fruchtstiel gezielt zum Boden. So werden die hartschaligen Samen direkt im sandigen Substrat direkt neben der Mutterpflanze abgelegt, wo sie geschützt auf die nächste feuchte Periode warten.
Taxonsynonyme: Atropa humifusa, Nolana gallinacea, Nolana prostrata, Neudorfia peruviana
Picrasma
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