Südlicher Fünfhornbaum (Pentaceras australe)

Penta ash Black teak Bastard crow's ash
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Pentaceras australe (Penta ash): Merkmale, Blüten und Lebensraum

Pentaceras australe ist ein mittelgroßer Baum mit gefiederten, aromatischen Blättern und großen, nach Honig duftenden Blütenrispen, der in den subtropischen und trockenen Regenwäldern entlang der Ostküste Australiens wächst. Das lateinische Art-Epitheton australe bedeutet „südlich“ und verweist auf die Heimat auf der Südhalbkugel, während der Gattungsname aus dem Griechischen stammt und „fünf Hörner“ bedeutet — eine treffende Anspielung auf den fünfteiligen Fruchtknoten der Blüte.

Die Art bildet die einzige Vertreterin der somit monotypischen Gattung Pentaceras innerhalb der Rautengewächse (Rutaceae), zu denen auch die bekannten Zitruspflanzen gehören. Nachdem George Bentham und Joseph Dalton Hooker die Gattung 1862 aufgestellt hatten, beschrieb Ferdinand von Mueller den Baum 1863 zunächst als Cookia australis, bevor Bentham ihm im selben Jahr im Werk Flora Australiensis seinen heute gültigen Namen Pentaceras australe verlieh.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Angiosperms
  • ∟ mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • ∟ eudicots
  • ∟ core eudicots
  • ∟ Superrosids
  • ∟ rosids
  • ∟ malvids
  • ∟ Ordnung Sapindales
  • ∟ Familie Rutaceae
  • ∟ Unterfamilie Zanthoxyloideae
  • ∟ Gattung Pentaceras
  • ∟ Art Pentaceras australe (Südlicher Fünfhornbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

In den Küsten- und Bergwäldern von Queensland und New South Wales erreicht Pentaceras australe Wuchshöhen von 25 bis 27 Metern bei einem Stammdurchmesser von etwa 45 Zentimetern. Die Rinde ist glatt, graubraun bis rehfarbig getönt und zeigt feine horizontale Linien, während ältere Bäume am Stammfuß deutliche Wurzelanläufe ausbilden.

Gefiederte Blätter und Öldrüsen

  • Aufbau der Fiederblätter: Die wechselständigen, unpaarig gefiederten Laubblätter (pinnate Blätter — zusammengesetzte Blätter, bei denen mehrere einzelne Fiederblättchen paarweise an einer gemeinsamen Mittelachse sitzen) werden 15 bis 50 Zentimeter lang und tragen 5 bis 17 Fiederblättchen.
  • Form und Asymmetrie: Die einzelnen Blättchen sind eiförmig bis lanzettlich, 5 bis 13 Zentimeter lang, am oberen Ende zugespitzt und besitzen eine auffallend asymmetrische, schiefe Basis mit glattem oder sanft gekerbtem Rand.
  • Ätherische Punkte: Hält man ein Blatt gegen das Licht, erkennt man zahlreiche durchscheinende Öldrüsen — winzige kugelige Kammern im Blattgewebe, die duftende ätherische Öle einschließen.

Blütenstände und Flügelfrüchte

  • Honigduftende Rispen: Die etwa 6 Millimeter breiten Blüten mit fünf weißen, 2,5 bis 3 Millimeter langen Kronblättern stehen in reich verzweigten, 12 bis 35 Zentimeter langen Rispen (Panikeln — locker aufgebaute, mehrfach verzweigte Blütenstände) und verströmen einen intensiven Honigduft.
  • Geflügelte Nussfrüchte: Aus den befruchteten Blüten reifen 2 bis 4,5 Zentimeter lange, hellbraune bis gelbliche Flügelfrüchte (Samaras — einsamige Schließfrüchte mit einem dünnen, papierartigen Hautflügel für den Windtransport), die im Zentrum einen etwa 3 Millimeter kleinen Samen bergen.

Blütezeit

Die Blütezeit fällt in den australischen Winter und Frühling von Juni bis Oktober.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Obwohl Pentaceras australe vor allem ein charakteristischer Bestandteil natürlicher Regenwald-Ökosysteme ist, findet der Baum in seiner australischen Heimat praktische Beachtung durch den Menschen. Aufgrund seiner reichhaltigen, weiß leuchtenden und stark nach Honig duftenden Blütenstände wird er in botanischen Gärten — wie den Royal Botanic Gardens in Sydney — sowie in subtropischen Parkanlagen als Zier- und Schattenbaum kultiviert.

Darüber hinaus spielt die Art eine wichtige Rolle bei der ökologischen Wiederbewaldung gerodeter Flächen im Küstenhinterland von Queensland und New South Wales. Da sich der Baum auf Lichtungen bereitwillig verjüngt, nutzen Forstprojekte ihn gezielt als schnellwüchsige Pionierbaumart, um degradierte Trockenregenwälder zu regenerieren; historisch wurde zudem sein dichtes, im Kern dunkles Holz (daher der englische Name Black teak) lokal für feine Tischlerarbeiten geschätzt.

Interessante Fakten

Während viele bekannte Vertreter der Rautengewächse schwere, saftige Beerenfrüchte wie Orangen oder Zitronen bilden, schlägt Pentaceras australe bei der Ausbreitung seiner Nachkommen einen völlig anderen, aerodynamischen Weg ein. Diese Spezialisierung erklärt, warum sich der Baum nach Stürmen oder Rodungen auf offenen Waldlichtungen so rasch und erfolgreich ansiedelt.

Aerodynamik aus fünf Hörnern

  • Fünffache Startrampe: In jeder kleinen Blüte sitzt ein Fruchtknoten mit fünf deutlich getrennten Fruchtblättern (Karpellen — den einzelnen Baueinheiten des weiblichen Blütenorgans), die wie fünf winzige Hörner emporragen und der Gattung ihren Namen gaben.
  • Rundum-Flügel statt Beere: Nach der Bestäubung schwillt das Gewebe nicht zu saftigem Fruchtfleisch an, sondern zieht sich um jeden reifenden Samen zu einem flachen, trockenen Hautsaum aus, der das nur drei Millimeter kleine Samenkorn ringsum wie ein Segel einfasst.
  • Präziser Gleitflug in Lichtlücken: Sobald die trockenen Winter- und Frühjahrswinde durch die Baumkronen streichen, lösen sich diese federleichten Samaras ab und gleiten in stabiler Drehbewegung weit über den Waldboden, sodass die Samen gezielt offene, sonnige Stellen erreichen, ohne im dunklen Schatten des Mutterbaums zu verkümmern.

Verbreitungsgebiet

  • Australien

Technische Information

Taxonsynonyme: Ailanthus punctata, Cookia australis

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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