Götterbaumblättriges Bitterholz (Picrasma ailanthoides)
Picrasma ailanthoides: Japanischer Bitterbaum im Porträt
In den gemäßigten und subtropischen Bergwäldern Ostasiens bewohnt Picrasma ailanthoides schattige Hänge und Flussufer. Diese sommergrüne Gehölzart ist vor allem in Japan, Korea und Teilen Chinas weit verbreitet. Unter Gärtnern und Botanikern ist sie auch für ihre attraktive Herbstfärbung bekannt.
Obwohl sie forstwirtschaftlich nur eine untergeordnete Rolle spielt, besitzt sie eine lange Geschichte in der traditionellen ostasiatischen Medizin. Die biologische Aktivität ihrer Inhaltsstoffe zieht bis heute das Interesse der pharmakologischen Forschung auf sich.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Angiosperms
- ∟ mesangiosperms
- ∟ eudicots
- ∟ Superrosids
- ∟ rosids
- ∟ malvids
- ∟ Ordnung Sapindales
- ∟ Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
- ∟ Gattung Picrasma (Bitterholzbaum)
- ∟ Art Picrasma ailanthoides (Götterbaumblättriges Bitterholz)
Morphologie
Dieses Gehölz wächst als kleiner bis mittelgroßer Baum oder mehrstämmiger Strauch und erreicht Wuchshöhen von bis zu zehn Metern. Die Rinde ist auffallend glatt, von rotbrauner Farbe und mit hellen Korkporen besetzt. Die wechselständigen Blätter ähneln denen des Götterbaums und weisen eine Länge von bis zu 35 Zentimetern auf.
Im Frühsommer erscheinen die unscheinbaren, gelbgrünen Blüten in lockeren Trugdolden. Die daraus hervorgehenden kugeligen Früchte sind anfangs grün und nehmen bei vollständiger Reife eine glänzende, rote bis bläulich-schwarze Färbung an.
Anwendungen
Die Rinde und das Holz liefern wertvolle Extrakte, die traditionell als Magenbitter und Mittel gegen Fieber eingesetzt wurden. In der Landwirtschaft werden wässrige Auszüge des Holzes aufgrund ihrer toxischen Wirkung auf Insektenlarven als natürliches Pflanzenschutzmittel erprobt. Gelegentlich findet die Art auch Verwendung als Ziergehölz in botanischen Gärten aufgrund ihrer dekorativen Wuchsform.
Interessante Fakten
Das Holz dieser Pflanze schmeckt extrem bitter, wobei schon geringste Mengen genügen, um ein intensives Geschmackserlebnis auszulösen. Der spezifische Artname verweist auf die optische Ähnlichkeit der Blätter mit denen der Gattung Ailanthus, dem Götterbaum. Vögel schätzen die reifen Früchte im Herbst sehr und tragen so maßgeblich zur natürlichen Verjüngung der Bestände bei.
Verbreitungsgebiet
- Japan
- Korea
- China
Quellen
- POWO (Plants of the World Online): Verbreitungsgebiete und Taxonomie von Picrasma ailanthoides.
- WFO (World Flora Online): Validierter Artstatus und Synonymie.
- GBIF (Global Biodiversity Information Facility): Nachweise und Vorkommensdaten in Ostasien.