Japanisches Bitterholz (Picrasma quassioides)

Chinesisches Bitterholz Nigaki Bitteresche Bitterwood Shurni India Quassia
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Picrasma quassioides (Chinesisches Bitterholz) – Botanik & Nutzung

In den gemäßigten Bergregionen Ostasiens und entlang des Himalayas ist Picrasma quassioides ein charakteristischer Bestandteil der Laubmischwälder. Die Pflanze ist in Japan unter dem Namen Nigaki bekannt, was übersetzt „Bitterbaum“ bedeutet. Dieser sommergrüne Großstrauch oder kleine Baum wird wegen seiner vielseitigen holzwirtschaftlichen und medizinischen Eigenschaften geschätzt.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Picrasma (Bitterholzbaum)
  • Art Picrasma quassioides (Japanisches Bitterholz)

Lebendiger Puls

Morphologie

Mit einer typischen Wuchshöhe von 10 bis 15 Metern, in seltenen Ausnahmefällen auch bis zu 20 Metern, präsentiert sich dieses Gehölz mit einer glatten, dunkelgrau-braunen Rinde. Die wechselständigen, unpaarig gefiederten Blätter erreichen eine Gesamtlänge von 15 bis 40 Zentimetern.

Die vegetativen und generativen Merkmale lassen sich wie folgt beschreiben:

  • Jedes Blatt trägt 7 bis 15 grob und unregelmäßig gesägte Fiederblättchen.
  • Die kleinen, gelb-grünen Blüten stehen in 8 bis 15 Zentimeter langen Trugdolden zusammen.
  • Die eiförmigen bis kugeligen Steinfrüchte verfärben sich bei der Reife rot bis schwarz und messen 6 bis 7 Millimeter im Durchmesser.
  • Das winterliche Überdauerungsorgan wird durch nackte, braun behaarte Winterknospen gebildet.

Blütezeit

Mitte bis Ende Frühling

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Die medizinisch wirksame Rinde liefert den in der Pharmakologie geschätzten Bitterstoff Quassin, der als antibakterielles Mittel und zur Anregung der Magensaftsekretion genutzt wird. In der ökologischen Landwirtschaft finden wässrige Auszüge aus dem Holz als natürliches Insektizid breite Anwendung. Das gelbliche, mittelschwere Holz wird im traditionellen Kunsthandwerk, wie der japanischen Hakone-Marketerie, geschätzt.

Interessante Fakten

In der Kultur der Ainu im Norden Japans wird das Gehölz als „Baum, der Hirsche tötet“ bezeichnet, was vermutlich auf den extremen Fraßschutz hindeutet. Aufgrund der intensiven Bitterstoffe meiden Weidetiere das Holz und die Blätter konsequent. Wegen seiner spektakulären, leuchtend orangefarbenen bis tiefroten Herbstfärbung wird der Baum gelegentlich in Europa und Nordamerika als Ziergehölz kultiviert.

Verbreitungsgebiet

  • China
  • Taiwan
  • Nordkorea
  • Südkorea
  • Japan
  • Indien
  • Nepal
  • Bhutan
  • Myanmar
  • Pakistan

Natürliche Varietäten

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • Flora of China

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos