Javanisches Bitterholz (Picrasma javanica)

Java-Bitterholz Java-Quassia
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Picrasma javanica – Der javanische Bitterholzbaum im Porträt

In den feuchten Tieflandregenwäldern und Bergwäldern Süd- und Südostasiens findet Picrasma javanica optimale Lebensbedingungen vor. Das Artepitheton verweist auf die indonesische Insel Java, wo der Baum erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde. Er besiedelt ein breites Spektrum von Meereshöhe bis in Höhenlagen von etwa 1500 Metern.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Picrasma (Bitterholzbaum)
  • Art Picrasma javanica (Javanisches Bitterholz)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser imposante Waldbaum erreicht eine beachtliche Wuchshöhe von bis zu 24 Metern, während sein Stamm einen Durchmesser von rund 25 Zentimetern aufweist. Die äußere Schutzschicht bildet eine auffällig dunkle und glatte Borke.

Die Blüten und Früchte zeichnen sich durch charakteristische morphologische Eigenschaften aus:

  • Die Blütenfarbe variiert zwischen reinem Weiß, blassem Gelb und zartem Grün.
  • Die eiförmigen bis kugeligen Früchte weisen einen Durchmesser von bis zu 1,2 Zentimetern auf.
  • Während des Reifeprozesses verfärben sich die Früchte von Grün über Rot bis hin zu einem tiefen Blau.

Anwendungen

Das Holz und die Rinde finden in lokalen asiatischen Gemeinschaften vielseitige Verwendung. Aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe wird die Rinde gelegentlich zur Fiebersenkung und Magenberuhigung in der traditionellen Heilkunde eingesetzt. Die natürlichen Insektizideigenschaften des Holzes machen es zudem widerstandsfähig gegen Termitenfraß.

Interessante Fakten

Die bemerkenswerte Farbpalette der Früchte von Rot bis Blau zieht zahlreiche tropische Vögel an, die eine entscheidende Rolle bei der Samenausbreitung spielen. Der Baum wächst vor allem als Unterholz- oder Kronenbaum im dichten Regenwald und benötigt konstante Luftfeuchtigkeit. Die chemische Zusammensetzung der Pflanzensäfte schützt ihn effektiv vor holzzersetzenden Pilzen.

Verbreitungsgebiet

  • Indien
  • Myanmar
  • Nepal
  • Bhutan
  • Bangladesch
  • Thailand
  • Vietnam
  • Laos
  • Kambodscha
  • Malaysia
  • Indonesien
  • Philippinen
  • Papua-Neuguinea
  • Salomonen

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos