Javanisches Bitterholz (Picrasma javanica)
Picrasma javanica – Der javanische Bitterholzbaum im Porträt
In den feuchten Tieflandregenwäldern und Bergwäldern Süd- und Südostasiens findet Picrasma javanica optimale Lebensbedingungen vor. Das Artepitheton verweist auf die indonesische Insel Java, wo der Baum erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde. Er besiedelt ein breites Spektrum von Meereshöhe bis in Höhenlagen von etwa 1500 Metern.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Angiosperms
- ∟ mesangiosperms
- ∟ eudicots
- ∟ Superrosids
- ∟ rosids
- ∟ malvids
- ∟ Ordnung Sapindales
- ∟ Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
- ∟ Gattung Picrasma (Bitterholzbaum)
- ∟ Art Picrasma javanica (Javanisches Bitterholz)
Morphologie
Dieser imposante Waldbaum erreicht eine beachtliche Wuchshöhe von bis zu 24 Metern, während sein Stamm einen Durchmesser von rund 25 Zentimetern aufweist. Die äußere Schutzschicht bildet eine auffällig dunkle und glatte Borke.
Die Blüten und Früchte zeichnen sich durch charakteristische morphologische Eigenschaften aus:
- Die Blütenfarbe variiert zwischen reinem Weiß, blassem Gelb und zartem Grün.
- Die eiförmigen bis kugeligen Früchte weisen einen Durchmesser von bis zu 1,2 Zentimetern auf.
- Während des Reifeprozesses verfärben sich die Früchte von Grün über Rot bis hin zu einem tiefen Blau.
Anwendungen
Das Holz und die Rinde finden in lokalen asiatischen Gemeinschaften vielseitige Verwendung. Aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe wird die Rinde gelegentlich zur Fiebersenkung und Magenberuhigung in der traditionellen Heilkunde eingesetzt. Die natürlichen Insektizideigenschaften des Holzes machen es zudem widerstandsfähig gegen Termitenfraß.
Interessante Fakten
Die bemerkenswerte Farbpalette der Früchte von Rot bis Blau zieht zahlreiche tropische Vögel an, die eine entscheidende Rolle bei der Samenausbreitung spielen. Der Baum wächst vor allem als Unterholz- oder Kronenbaum im dichten Regenwald und benötigt konstante Luftfeuchtigkeit. Die chemische Zusammensetzung der Pflanzensäfte schützt ihn effektiv vor holzzersetzenden Pilzen.
Verbreitungsgebiet
- Indien
- Myanmar
- Nepal
- Bhutan
- Bangladesch
- Thailand
- Vietnam
- Laos
- Kambodscha
- Malaysia
- Indonesien
- Philippinen
- Papua-Neuguinea
- Salomonen
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)
- World Flora Online (WFO)
- Global Biodiversity Information Facility (GBIF)