Kerstings Pierreodendron (Pierreodendron kerstingii)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Pierreodendron kerstingii: Gefährdeter Baum Westafrikas und seine Eigenschaften

Als seltener Endemit der westafrikanischen Wälder zieht der imposante Baum Pierreodendron kerstingii aus der Familie der Bitterholzgewächse (Simaroubaceae) die Aufmerksamkeit der pharmazeutischen Forschung auf sich. Diese Art ist in einem stark fragmentierten Areal beheimatet und besiedelt bevorzugt halbimmergrüne Wälder. Durch fortschreitende Abholzung und forstwirtschaftliche Erschließung schrumpfen seine natürlichen Bestände kontinuierlich.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Pierreodendron (Pierreodendron-Baum)
  • Art Pierreodendron kerstingii (Kerstings Pierreodendron)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser tropische Baum weist charakteristische morphologische Merkmale auf, die ihn leicht identifizierbar machen:

  • Wuchshöhe: Er erreicht als stattlicher Waldbaum eine Höhe von bis zu 24 Metern.
  • Blüten: Die Blüten zeichnen sich durch eine auffällige rote Färbung aus und heben sich deutlich vom grünen Laub ab.
  • Früchte: Nach der Bestäubung bilden sich Steinfrüchte aus, die bei vollständiger Reife eine leuchtend gelbe Farbe annehmen.
  • Rinde: Die Rinde istdick, von grauer Farbe und verströmt bei Verletzung einen intensiven, bitteren Geruch.

Anwendungen

Traditionell findet die stark wirksame Rinde des Baumes als Insektizid sowie als hochwirksames Rattengift Verwendung. In der modernen Pharmakologie wecken Extrakte aus der Rinde großes Interesse, da Laboruntersuchungen vielversprechende Antitumor-Eigenschaften nachweisen konnten. Eine nachhaltige forstwirtschaftliche Nutzung des Holzes findet aufgrund der Seltenheit des Baumes nicht statt.

Interessante Fakten

Aufgrund seiner Seltenheit und der Bedrohung durch Lebensraumverlust stuft die Weltnaturschutzunion IUCN diesen Baum als gefährdet (Vulnerable) ein. Wissenschaftlich wird die Art manchmal als synonym zu Pierreodendron africanum betrachtet, was im botanischen Diskurs weiterhin diskutiert wird. Die Nutzung als Rattenbekämpfungsmittel zeigt, wie toxisch die enthaltenen Quassinoide für Nagetiere sind.

Verbreitungsgebiet

  • Elfenbeinküste
  • Ghana
  • Togo
  • Benin
  • Sierra Leone

Quellen

  • IUCN Red List: Rote Liste gefährdeter Arten (Hawthorne, W. 1998)
  • POWO: Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew)
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • Tropicos: Missouri Botanical Garden

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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