Chilenischer Pircunia-Baum (Pircunia chilensis)

Silhouette: Ian Medeiros / Lizenz

Pircunia chilensis (Phytolacca chilensis) – Chilenische Kermesbeere

In den trockenen Buschlandschaften Zentralchiles besiedelt diese robuste Art steinige Hänge und sandige Küstenstreifen. Pircunia chilensis trotzt den sommerlichen Dürreperioden durch ein tiefreichendes Wurzelsystem. Als typischer Vertreter der chilenischen Flora wächst sie bevorzugt in vollsonnigen Habitaten des Matorral.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)
  • Gattung Pircunia (Pircunia Gattung)
  • Art Pircunia chilensis (Chilenischer Pircunia-Baum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Der Wuchs dieser Art ist buschig und kann unter optimalen Bedingungen Höhen von über einem Meter erreichen. Die fleischigen, ovalen Blätter speichern Wasser und schützen die Pflanze so vor übermäßiger Transpiration. Der Blattrand ist glatt und die Oberfläche zeigt einen matten, graugrünen Schimmer.

Die endständigen Trauben tragen zahlreiche kleine, weißlich-grüne Blüten mit auffälligen Staubblättern. Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich daraus tiefviolette bis schwarze Beeren, die in dichten Fruchtständen herabhängen. Diese Früchte dienen Vögeln als Nahrung, sind für Säugetiere jedoch giftig.

Blütezeit

Oktober bis Januar (Südhemisphäre)

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Die indigenen Völker Chiles nutzten die Wurzeln der Pflanze traditionell zur Herstellung von Seifenersatz. Die in allen Pflanzenteilen enthaltenen Saponine besitzen hervorragende reinigende Eigenschaften. Gelegentlich wurden die Beeren auch zum natürlichen Färben von Wolle eingesetzt.

Interessante Fakten

Diese Pflanze besitzt eine bemerkenswerte Toleranz gegenüber salzhaltigen Böden in Küstennähe. Trotz ihrer Giftigkeit spielt sie eine wichtige Rolle im lokalen Ökosystem als Nahrungsquelle für spezialisierte Vogelarten. In europäischen Gärten ist sie aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit nahezu unbekannt.

Verbreitungsgebiet

  • Chile

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO): Phytolacca chilensis
  • World Flora Online (WFO)
  • GBIF Secretariat: Pircunia chilensis

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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