Ombubaum (Pircunia dioica)

Zweihäusige Kermesbeere
Silhouette: Ian Medeiros / Lizenz

Pircunia dioica: Die Besonderheiten des Ombubaums

In den weiten Ebenen der südamerikanischen Pampa wächst diese außergewöhnliche Pflanze zu einem monumentalen Schattenspender heran. Botanisch handelt es sich um eine baumartige, krautige Art mit extrem wasserhaltigem Stammgewebe.

Aufgrund der enormen Stammentwicklung und der charakteristischen Wuchsform prägt sie das Landschaftsbild ihrer Heimatregionen maßgeblich. Sie ist eng mit der Kultur und den traditionellen Erzählungen der Region verbunden.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)
  • Gattung Pircunia (Pircunia Gattung)
  • Art Pircunia dioica (Ombubaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Der Wuchs dieser Art ist durch eine massive, an der Basis stark verbreiterte Stammplatte gekennzeichnet, die als effizienter Wasserspeicher dient. Die Äste sind dick und tragen eine dichte, dunkelgrüne Blätterkrone.

  • Wuchsform: Krautiger Riesenwuchs mit weichem, schwammartigem Gewebe statt echtem Holz.
  • Blätter: Wechselständig, eiförmig-lanzettlich, glänzend dunkelgrün und vollkommen unbehaart.
  • Blüten: Zweihäusig verteilt, in hängenden traubigen Blütenständen angeordnet.
  • Früchte: Beerenartige, dunkelviolette Sammelfrüchte mit reichlich Saft.

Anwendungen

Hauptsächlich wird dieser Baum in wärmeren Regionen als Zierpflanze und wegen seines extrem dichten Schattens in Parks gepflanzt. Das weiche Gewebe verhindert eine forstwirtschaftliche Nutzung, da das Holz nicht brennbar ist und im gefällten Zustand rasch verrottet.

Interessante Fakten

  • Kein echtes Holz: Trotz der baumartigen Statur besteht der Stamm aus sukkulentem Gewebe, das sich leicht mit einem Messer schneiden lässt.
  • Blitzschutz: Wegen des extrem hohen Wassergehalts wird die Pflanze selten durch Blitzeinschläge schwer beschädigt.
  • Giftigkeit: Alle Pflanzenteile, insbesondere die Wurzeln und Beeren, enthalten hochkonzentrierte toxische Saponine.

Verbreitungsgebiet

  • Argentinien
  • Uruguay
  • Brasilien
  • Paraguay

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • WFO (World Flora Online)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)
  • Tropicos

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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