Breitblättriger Pircunia-Baum (Pircunia latbenia)

Silhouette: Ian Medeiros / Lizenz

Pircunia latbenia (Phytolacca latbenia) – Botanische Merkmale und Herkunft

Diese ausdauernde krautige Art wächst vor allem in den rauen Bergregionen des westlichen Himalayas und Pakistans. Pircunia latbenia besiedelt bevorzugt halbschattige Waldränder sowie feuchte Hanglagen in Höhenlagen zwischen 1500 und 3000 Metern. Aufgrund ihrer hohen Toxizität besitzt sie eine besondere ökologische Bedeutung zum Schutz vor Weidegängern.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)
  • Gattung Pircunia (Pircunia Gattung)
  • Art Pircunia latbenia (Breitblättriger Pircunia-Baum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Pflanze bildet eine kräftige, rübenartig verdickte Pfahlwurzel aus, aus der mehrere aufrechte Sprossachsen entspringen. Diese Triebe erreichen Wuchshöhen von bis zu einem Meter und sind im oberen Bereich leicht verzweigt. Die wechselständig angeordneten Blätter weisen eine breit-lanzettliche Form mit glattem Rand auf.

Die Blütenstände entwickeln sich als dichte Trauben, die gegenüber den Blättern stehen. Die einzelnen Blüten besitzen grünlich-weiße bis zartrosa gefärbte Blütenhüllblätter. Aus ihnen reifen glänzende, dunkelviolette bis tiefschwarze Beeren heran, die zahlreiche nierenförmige Samen enthalten.

Blütezeit

Juni bis August

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In den traditionellen Heilsystemen des Himalayas finden Extrakte der Wurzeln in stark verdünnter Form Anwendung. Lokale Gemeinschaften nutzen die Pflanze trotz ihrer Giftigkeit für medizinische Zwecke. Die enthaltenen Wirkstoffe werden insbesondere bei Entzündungen und rheumatischen Beschwerden verabreicht.

Interessante Fakten

Die Beeren von Pircunia latbenia enthalten intensive rote Farbstoffe, die in der Vergangenheit zum Färben von Textilien verwendet wurden. Aufgrund der hohen Konzentration an Saponinen schäumt der Pflanzensaft bei Kontakt mit Wasser leicht auf. Alle Pflanzenteile gelten für Weidevieh und Menschen als hochgradig giftig.

Verbreitungsgebiet

  • Pakistan
  • Indien (Himalaya)
  • Nepal

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO): Phytolacca latbenia
  • World Flora Online (WFO)
  • GBIF Secretariat: Pircunia latbenia

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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