Karmesinbeere (Pircunia saponacea)

Silhouette: Ian Medeiros / Lizenz

Pircunia saponacea (Phytolacca saponacea) – Saponin-Kermesbeere

Entlang der feuchten Andenabhänge von Ecuador bis Peru gedeiht diese bemerkenswerte Nutzpflanze in halbschattigen Gebirgslagen. Pircunia saponacea zeichnet sich durch einen extrem hohen Gehalt an natürlichen Saponinen aus. Seit Jahrhunderten schätzen die indigenen Kulturen der Andenregion ihre reinigende Wirkung.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse)
  • Gattung Pircunia (Pircunia Gattung)
  • Art Pircunia saponacea (Karmesinbeere)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die krautige Pflanze wächst aufrecht und erreicht eine Höhe von bis zu 1,5 Metern mit leicht verholzender Basis. Die großen, dunkelgrünen Blätter sind elliptisch geformt und enden in einer feinen Spitze. Sie weisen eine deutliche Blattnervatur auf, die auf der Unterseite hervortritt.

Die Blüten bilden schmale, aufrechte Ähren und sind von unscheinbarer, weißlich-grüner Färbung. Aus den Blüten entwickeln sich glänzende Beeren, die sich bei Vollreife fast schwarz färben. Der Saft der Beeren ist stark färbend und hinterlässt hartnäckige Flecken.

Blütezeit

Ganzjährig unter tropischen Bedingungen, verstärkt von November bis März

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Die Hauptanwendung liegt in der Gewinnung von natürlichem Waschmittel aus den zerriebenen Wurzeln und Blättern. Der entstehende Schaum reinigt Textilien effektiv und schont gleichzeitig empfindliche Fasern. Zudem wird der Pflanzensaft in der Volksmedizin für äußerliche Waschungen bei Hautleiden verwendet.

Interessante Fakten

Der Artname saponacea leitet sich direkt vom lateinischen Wort für Seife ab und verweist auf die reinigenden Eigenschaften. Während die Vögel die Beeren unbeschadet fressen, wirkt die Pflanze auf Fische im Wasser stark betäubend. In vielen Bergdörfern ersetzt sie bis heute synthetische Reinigungsmittel beim Waschen am Fluss.

Verbreitungsgebiet

  • Ecuador
  • Peru
  • Bolivien

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO): Phytolacca saponacea
  • World Flora Online (WFO)
  • GBIF Secretariat: Pircunia saponacea

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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