Chiens Unechte Eibe (Pseudotaxus chienii)

Weißbeeren-Eibe Whiteberry Yew Chinesische Weißbeereibe

Pseudotaxus chienii (Weißbeeren-Eibe) – Merkmale & Schutzstatus

Unter den schattigen Kronen chinesischer Laubwälder wächst Pseudotaxus chienii, ein seltener und evolutionär bedeutsamer Nadelstrauch. Diese Art gedeiht bevorzugt in kühlen, feuchten Gebirgslagen und ist extrem schattentolerant.

Wissenschaftlich ist diese Pflanze von großem Interesse, da sie die einzige anerkannte Art ihrer Gattung darstellt. Durch die fortschreitende Fragmentierung ihrer Lebensräume ist sie in freier Wildbahn stark gefährdet.

Taxonomie

Morphologie

Dieser immergrüne Strauch erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 4 Metern. Seine graubraune Borke blättert in charakteristischen Streifen ab, was der Pflanze ein markantes Aussehen verleiht.

Die nadelförmigen Blätter sind nahezu sitzend und weisen folgende Merkmale auf:

  • Nadeln: Im ersten Jahr leuchtend hellgrün, später dunkelgrün gefärbt, linear und gerade bis leicht sichelförmig gebogen.
  • Maße: Etwa 1 bis 2,6 Zentimeter lang und 2 bis 4,5 Millimeter breit.
  • Textur: Nicht lederartig, mit einer weichen Haptik.

Die Fortpflanzungsorgane zeigen sich in Form von fleischigen, weißen Arilli mit einem Durchmesser von 5 bis 7 Millimetern. Jeder Samenmantel umschließt einen einzelnen ovalen Samen von etwa 5 bis 8 Millimetern Länge.

Blütezeit

Bestäubung von Ende März bis Mai, Samenreife im Oktober.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Das feine Holz dieser Nadelholzart wird traditionell für feine Schnitzarbeiten und zur Herstellung von hochwertigem Geschirr geschätzt. Zudem wird die Art in begrenztem Umfang als Ziergehölz in botanischen Gärten kultiviert.

In der pharmazeutischen Forschung erlangte die Pflanze Bedeutung, da sie Auszüge zur Gewinnung des Chemotherapeutikums Taxol liefert.

Interessante Fakten

In ihrer Heimat wächst diese Eibenart oft an steilen Klippen über Bächen, wo sie extrem saure Böden mit einem pH-Wert von 4,2 bis 4,5 bevorzugt. Unter direkter Sonneneinstrahlung verkümmert ihr Wuchs, weshalb sie sich in schattigen Nischen als Zwergstrauch behauptet.

Die Samen weisen eine ausgegte Keimhemmung auf und ruhen oft über ein Jahr oder länger, bevor sie zu keimen beginnen.

Verbreitungsgebiet

  • Fujian
  • Guangdong
  • Guangxi
  • Hunan
  • Jiangxi
  • Zhejiang

Natürliche Varietäten

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos