Bitterholzbaum
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Rhamnus prinoides, im Deutschen als Afrikanischer Faulbaum und in Ostafrika als Gesho bekannt, ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum, der entlang von Gebirgsbächen und an Waldrändern vom äthiopischen Hochland bis nach Südafrika gedeiht. Sein extrem dunkelgrünes, wie poliert glänzendes Laub brachte ihm in Südafrika den Namen „Blinkblaar“ ein, während das Art-Epitheton prinoides („der Immergrünen Eiche ähnelnd“) auf die ledrige, fein gesägte Blattform anspielt.
Die Art gehört zur Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae). Sie wurde im Jahr 1789 vom französischen Botaniker Charles Louis L’Héritier de Brutelle in seinem Werk Sertum Anglicum wissenschaftlich erstbeschrieben und trägt diesen akzeptierten Namen bis heute.
Je nach Höhenlage und Standort wächst Rhamnus prinoides als mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum von 4 bis 9 Metern Höhe mit einem Stammdurchmesser von bis zu 20 Zentimetern. Die Rinde ist glatt und bräunlich, färbt sich im Alter graubraun, während junge Zweige anfangs flaumig behaart sind.
Im südlichen Afrika blüht die Art hauptsächlich im Frühjahr und Frühsommer von Oktober bis Dezember.
Vollsonnig bis halbschattig; gedeiht sowohl an offenen Waldrändern als auch im lichten Schatten größerer Bäume.
Mäßig bis regelmäßig; bevorzugt frische, gut durchlässige Böden in Ufernähe, verträgt nach der Etablierung aber auch kürzere Trockenphasen.
An das kühle Gebirgsklima Ost- und Südafrikas angepasst; verträgt leichten bis mäßigen Frost problemlos.
Anpassungsfähig an normale bis erhöhte Luftfeuchtigkeit montaner Regionen.
Ungiftig; die reifen Steinfrüchte sind essbar, und Blätter sowie Stängel werden traditionell für Getränke genutzt.
Rhamnus prinoides zählt zu den kulturell und wirtschaftlich bedeutendsten Nutzpflanzen des östlichen und südlichen Afrikas. Insbesondere in Äthiopien und Eritrea wird der Strauch unter dem Namen Gesho in Hausgärten und auf Plantagen kultiviert.
Die Rolle von Rhamnus prinoides als „afrikanischer Hopfen“ beruht auf einer präzisen biochemischen und ökologischen Abstimmung. Was die Pflanze in den kühlen Bergwäldern Ostafrikas zum Schutz ihrer eigenen Gewebe produziert, macht sie für die traditionelle Braukunst unersetzlich.
Taxonsynonyme: Rhamnus pauciflora, Rhamnus celtifolia, Ziziphus lucida, Celtis rhamnifolia, Rhamnus prinifolia
Picrasma
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