Bitterholzbaum
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Sapranthus campechianus ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum von 2 bis 10 Metern Höhe, der in den tropischen Wäldern vom Südosten Mexikos über die Halbinsel Yucatán bis nach Honduras verbreitet ist. Das Art-Epitheton campechianus verweist auf den mexikanischen Bundesstaat Campeche, aus dessen Küsten- und Waldregionen das Typusmaterial der Art stammt.
Die Pflanze gehört zur Familie der Annonengewächse (Annonaceae) und wurde ursprünglich von Carl Sigismund Kunth beschrieben. Ihren heute gültigen wissenschaftlichen Namen erhielt sie im Jahr 1922 durch den US-amerikanischen Botaniker Paul Carpenter Standley, der sie in die Gattung Sapranthus einordnete.
Die Art wächst als vielverzweigter Strauch oder schlanker Baum des Waldunterholzes und erreicht Wuchshöhen zwischen 2 und 10 Metern. Die jungen Zweige und die kurzen, 2 bis 9 Millimeter langen Blattstiele sind dicht behaart.
Die Laubblätter sind elliptisch bis verkehrt-eiförmig gestaltet, am Rand glatt (ganzrandig — ohne Zähne oder Einkerbungen) und laufen am oberen Ende spitz zu. Ihre Blattspreiten erreichen eine Länge von 2,8 bis 21,2 Zentimetern sowie eine Breite von 1,6 bis 8,6 Zentimetern, wobei die Blattbasis keilförmig bis abgerundet geformt ist.
Aus den befruchteten Fruchtblättern entwickeln sich ellipsoide bis verkehrt-eiförmige Einzelfrüchte, die eine Länge von 18 bis 34 Millimetern erreichen. Sie enthalten wenige, in saftiges Fruchtfleisch eingebettete Samen und reifen in den unteren Etagen des Waldes bis in Höhenlagen von 1200 Metern.
Vorwiegend von April bis Juli während des Übergangs zur Regenzeit
Im Gegensatz zu den sehr großblütigen Vertretern seiner Gattung bildet Sapranthus campechianus vergleichsweise kompakte Blüten von rund drei Zentimetern Länge aus, die auf den Kalksteinböden der Halbinsel Yucatán einem ausgeklügelten Reifungsplan folgen. Zu Beginn der Blütezeit sind die Kronblätter noch unauffällig grün gefärbt und fügen sich fast unsichtbar in das umgebende Laubwerk ein, während sie noch selbst Photosynthese betreiben und so den Energiebedarf der wachsenden Blüte teilweise selbst decken.
Die Verknüpfung aus anfänglicher Sparsamkeit durch grüne, assimilierende Kronblätter und dem späteren Umschalten auf ein weithin sichtbares rotes Farbsignal samt duftender Bestäubungskammer zeigt eine bemerkenswerte Ökonomie im Umgang mit Ressourcen. Auf den oft flachgründigen, im Frühjahr austrocknenden Karstböden Mittelamerikas greifen Energiehaushalt, Farbwechsel und Blütenarchitektur von Sapranthus campechianus mit hoher Präzision ineinander.
Taxonsynonyme: Asimina insularis, Asimina campechiana
Picrasma
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