Dakota-Mammutbaum (Sequoia dakotensis)

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Sequoia dakotensis: Ausgestorbener Nadelbaum der Kreidezeit

Fossile Überreste aus der späten Kreidezeit dokumentieren die einstige Existenz von Sequoia dakotensis im heutigen Nordamerika. Diese Art wurde ursprünglich im Jahr 1935 von dem Paläobotaniker Roland W. Brown anhand versteinert aufgefundener Zapfen beschrieben. Die Fundorte lagen in der berühmten Hell-Creek-Formation entlang des Cannonball River in North Dakota.

Im Laufe der Jahrzehnte führten neue Funde zu einer intensiven Debatte über die systematische Zuordnung des Taxons. Neuere Entdeckungen in Kanada wiesen darauf hin, dass die Pflanzen eventuell sommergrün waren und eher zur Gattung Parataxodium gehörten. Diese morphologischen Abweichungen verdeutlichen die Komplexität der paläobotanischen Systematik.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • Abteilung Pinophyta
  • Unterklasse Cupressidae
  • Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
  • Familie Cupressaceae (Zypressengewächse)
  • Gattung Sequoites (Ur-Mammutbaum)
  • Art Sequoia dakotensis (Dakota-Mammutbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die fossilen Zapfen von Sequoia dakotensis wiesen eine Länge von 1,5 bis 4 Zentimetern auf. Ihr Durchmesser lag im Bereich von 1,2 bis 3 Zentimetern, wobei jeder Zapfen etwa 30 Schuppen trug. Diese Schuppen waren in zwei gegenläufigen Spiralen um die zentrale Zapfenachse angeordnet.

Die Oberfläche der Schuppen war weitgehend glatt oder wies gelegentlich feine Runzeln auf. Der Schuppenstiel verengte sich keilförmig zur Achse hin. Spätere Funde von Blättern und Samen legten nahe, dass die Nadeln flach oder spiralig angeordnet waren, was für eine Zugehörigkeit zur Gattung Parataxodium spricht.

Interessante Fakten

Die ursprüngliche Beschreibung der Art basierte ausschließlich auf versteinerten Schlammausgüssen der Zapfen. Da damals keine direkte Verbindung zu Laubblättern nachgewiesen werden konnte, blieb die genaue Nadelmorphologie lange Zeit ein Rätsel. Dies ist bei fossilen Mammutbaumarten kein ungewöhnlicher Zustand.

Wissenschaftler vermuten heute, dass dieser Baum in feuchten Tieflandwäldern und Sumpfgebieten wuchs. Die Entdeckung sommergrüner Blätter in direktem Zusammenhang mit den Zapfen stützt die These, dass sich diese kreidezeitlichen Nadelbäume stark von heutigen immergrünen Mammutbäumen unterschieden.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten (North Dakota)
  • Kanada (Saskatchewan, Alberta)

Quellen

  • Brown, R. W. (1935): Erstbeschreibung in "The Journal of the Washington Academy of Sciences"
  • Bell, W. A. (1949): Sequoiites dakotensis in "Canadian Department of Mines and Resources"
  • McIver, E. E. (2002): Untersuchungen im "Canadian Journal of Earth Sciences"
  • Aulenback, K. (2009): Review der Horseshoe-Canyon-Flora
  • Smithsonian Institution: Typusexemplar-Sammlung

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