Mittlere Mariendistel (Silybum intermedium)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Silybum intermedium – Verbreitung, Merkmale & Botanik

Als charakteristischer Vertreter der mediterranen Flora wächst Silybum intermedium vorwiegend in sonnigen, steinigen Regionen Süditaliens und Siziliens. Diese wilde Distelart gedeiht auf kargen Böden und ist an heiße Sommer hervorragend angepasst.

Die Pflanze wird vor allem von Botanikern aufgrund ihrer taxonomischen Zwischenstellung innerhalb der Gattung untersucht. Sie besitzt eine hohe Widerstandskraft gegen Trockenheit und prägt das Landschaftsbild trockener Grasländer.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Asterales
  • Familie Asteraceae
  • Gattung Silybum (Mariendisteln)
  • Art Silybum intermedium (Mittlere Mariendistel)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses krautige Gewächs bildet eine grundständige Rosette aus stacheligen Blättern aus. Die Blattoberfläche zeigt die für die Gattung typische weiße Aderung, die durch Lufteinschlüsse im Gewebe entsteht. Der aufrechte Stängel kann beträchtliche Höhen erreichen und trägt die dornigen Blütenköpfe.

Die violetten bis purpurfarbenen Blüten stehen in dichten, körbchenförmigen Blütenständen zusammen. Umgeben sind diese von kräftigen, dornig gezähnten Hüllblättern, die der Pflanze Schutz vor Fressfeinden bieten. Die Samen sind mit einem seidigen Pappus ausgestattet, der die Verbreitung durch den Wind erleichtert.

Anwendungen

Obwohl diese spezielle Art wirtschaftlich kaum genutzt wird, enthält sie potenziell wertvolle Flavonolignane. Ähnlich wie verwandte Arten der Gattung könnte sie in der traditionellen Naturheilkunde zur Unterstützung der Leberfunktion von Interesse sein.

In der ökologischen Landschaftspflege dient die Pflanze als wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. Ihre tiefen Wurzeln tragen zudem zur Stabilisierung erosionsgefährdeter Böden in trockenen Hanglagen bei.

Interessante Fakten

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung geht auf den sizilianischen Botaniker Michele Lojacono-Pojero zurück. Der Artname deutet auf morphologische Übergangsmerkmale hin, die zwischen anderen bekannten Arten der Gattung vermitteln.

Interessanterweise schützt die dornige Rüstung der Pflanze sie nicht nur vor Weidetieren, sondern vermindert auch die Verdunstung an heißen Tagen. Die weißen Flecken auf den Blättern wurden in der antiken Mythologie oft mit Milchtropfen in Verbindung gebracht.

Verbreitungsgebiet

  • Italien

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO): Royal Botanic Gardens, Kew
  • International Plant Names Index (IPNI): The Royal Botanic Gardens, Kew, Harvard University Herbaria & Australian National Herbarium
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF): GBIF Backbone Taxonomy

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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