Zwerg-Mariendistel (Silybum pygmaeum)

IUCN: Вызывает наименьшие опасения
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Silybum pygmaeum – Zwerg-Mariendistel im Überblick

Durch ihren auffällig niedrigen, gedrungenen Wuchs unterscheidet sich Silybum pygmaeum deutlich von anderen Vertretern ihrer Gattung. Diese spezialisierte Wildpflanze besiedelt extreme Standorte wie Felshänge, Schuttfluren und karge Weideflächen im Mittelmeergebiet.

Sie hat sich perfekt an nährstoffarme Bedingungen und starke Sonneneinstrahlung angepasst. In der botanischen Systematik wird sie oft als ökologische Zwergform oder nahe Verwandte der gewöhnlichen Mariendistel diskutiert.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Asterales
  • Familie Asteraceae
  • Gattung Silybum (Mariendisteln)
  • Art Silybum pygmaeum (Zwerg-Mariendistel)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Wuchshöhe dieser mehrjährigen oder zweijährigen Pflanze bleibt meist deutlich unter dem Durchschnitt der Gattung. Die stacheligen Blätter liegen oft dicht am Boden an und weisen die charakteristischen silbrigen Streifen auf. Diese Zeichnung schützt die Blätter vor intensiver UV-Strahlung.

Die Blütenköpfe stehen einzeln und sind im Verhältnis zur Gesamtgröße der Pflanze relativ groß. Sie tragen purpurfarbene Röhrenblüten, die von stacheligen, scharf zugespitzten Hüllblättern umgeben sind. Die Früchte sind kleine Achänen mit einem Flugapparat für die Windverbreitung.

Anwendungen

Aufgrund des potenziellen Vorkommens aktiver Wirkstoffe wie Flavonolignane besitzt die Pflanze eine historische Bedeutung in der traditionellen Kräuterkunde. Sie wird vor allem für die Erforschung der Anpassung von Arzneipflanzen an Trockenstress untersucht.

Im Gartenbau findet sie höchstens Liebhaberverwendung in Steingärten oder Alpinarien. Dort schätzt man ihre skulpturale, dornige Gestalt und ihre extreme Genügsamkeit bezüglich der Wasserversorgung.

Interessante Fakten

Der botanische Artname weist direkt auf die reduzierte Größe der Pflanze hin, die als Anpassung an karge Standorte entstanden ist. Durch den flachen Wuchs entgeht sie starkem Wind und dem Verbiss durch Weidetiere.

In einigen Datenbanken wird sie aufgrund ihrer großen Ähnlichkeit eng mit der weit verbreiteten Mariendistel assoziiert. Die Pflanze schützt sich durch ihre dornigen Blattränder effektiv vor Austrocknung, indem sie die Luftbewegung direkt an der Blattoberfläche reduziert.

Verbreitungsgebiet

  • Spanien
  • Italien
  • Griechenland

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO): Royal Botanic Gardens, Kew
  • International Plant Names Index (IPNI): The Royal Botanic Gardens, Kew, Harvard University Herbaria & Australian National Herbarium
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF): GBIF Backbone Taxonomy
  • Plantarium: Open Atlas of Plants and Lichens of Russia and Adjacent Countries

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Mariendistel

Mariendistel

Silybum marianum

Die Mariendistel (Silybum marianum) ist eine markante, stachelige Pflanze mit charakteristisch weiß gefleckten Blättern. Sie …

Bitterholzbaum

Bitterholzbaum

Picrasma

Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …