Guayana-Simaba (Simaba guianensis)

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Simaba guianensis - Botanische Merkmale, Toxizität und Ökologie

Die neotropischen Regenwälder Südamerikas beheimaten eine botanisch hochinteressante Holzpflanze namens Simaba guianensis. Dieses Mitglied der Familie der Bittereschengewächse (Simaroubaceae) zeichnet sich durch seine bemerkenswerte chemische Zusammensetzung aus. In der indigenen Kultur der Wayãpi wird die Pflanze aufgrund ihrer extremen Toxizität gefürchtet und respektiert.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Simaba (Simaba-Baum)
  • Art Simaba guianensis (Guayana-Simaba)

Morphologie

Die Wuchsform von Simaba guianensis variiert je nach Unterart stark von kleinen Sträuchern mit einer Höhe von 0,2 Metern bis hin zu stattlichen Waldbäumen von bis zu 30 Metern Höhe. Die wechselständig angeordneten Blätter sind meist unpaarig gefiedert, wobei die einzelnen Blättchen eine ledrige Struktur aufweisen. Die kleinen, spärlich verzweigten Blütenstände tragen gelbliche, cremefarbene oder weiße Blüten mit behaarten Kronblättern.

Nach der Bestäubung entwickeln sich ellipsoide, leicht flachgedrückte Steinfrüchte, die bei Reife eine leuchtend gelbe bis orange Färbung annehmen. Diese Früchte besitzen eine runzelige Oberfläche und eine dünne, fleischige Schale.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich im August (Spätsommer), gefolgt von der Fruchtbildung zwischen September und November.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In der traditionellen Nutzung der Wayãpi-Indigenen gilt die Pflanze als ein hochgradig gefährliches Gift. Die moderne pharmazeutische Forschung interessiert sich besonders für die enthaltenen Quassinoide wie 6-a-Tigloyloxychaparrin, die in In-vitro-Studien eine signifikante Wirksamkeit gegen Leukämiezellen gezeigt haben. Zudem wurden Wirkstoffe mit starker Antimalaria-Aktivität isoliert.

Interessante Fakten

Ein bemerkenswerter ökologischer Aspekt ist die Verbreitung der Samen durch den Felsenhahn (Rupicola rupicola), der die Früchte frisst und die Samen im Wald verteilt. Zudem dient die Pflanze im brasilianischen Bundesstaat Amapá als Wirt für verschiedene Fruchtfliegenarten. Chemische Analysen deuten darauf hin, dass neben den bekannten Quassinoiden noch weitere, bisher unidentifizierte Toxine für die starke Giftwirkung verantwortlich sein müssen.

Verbreitungsgebiet

  • Venezuela
  • Brasilien
  • Guyana
  • Suriname
  • Französisch-Guayana

Natürliche Varietäten

Quellen

  • World Flora Online (WFO)
  • Plants of the World Online (POWO)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • International Plant Names Index (IPNI)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos