Nominative Farges-Torreya (Torreya fargesii var. fargesii)

Farges Nutmeg Tree Farges Nusseibe Farges Muskatfichte
Уязвимый вид

Torreya fargesii var. fargesii: Seltene Nusseibe aus China

In den feuchten Gebirgshängen Zentral- und Westchinas überdauert ein Nadelgehölz von bemerkenswerter Beständigkeit, dessen Harzduft die dichten Wälder erfüllt. Hier wächst die seltene Torreya fargesii var. fargesii bevorzugt in Höhenlagen zwischen 1000 und 3400 Metern.

Diese botanische Rarität trotzt den rauen klimatischen Bedingungen ihrer Heimat und entwickelt sich über Jahrhunderte hinweg zu stattlichen Bäumen. Als Reliktart bietet das Nadelgehölz wertvolle Einblicke in die Evolution der Eibengewächse.

Taxonomie

Morphologie

Dieses immergrüne Nadelgehölz erreicht als Baum eine Wuchshöhe von bis zu 20 Metern, wobei der Stamm einen beachtlichen Durchmesser entwickeln kann. Die Borke zeigt sich in graubraunen bis grauschwarzen Tönen und ist bei älteren Exemplaren unregelmäßig längsrissig gestreift.

Die Blätter sind nadelartig, linealisch-lanzettlich geformt und meist leicht sichelförmig gebogen. Sie stehen zweizeilig angeordnet, weisen eine Länge von etwa 1,5 bis 2,5 Zentimetern auf und enden in einer stechenden Spitze. Auf der glänzend dunkelgrünen Blattoberseite tritt die Mittelrippe deutlich hervor, während die Unterseite zwei graue Stomastreifen zeigt.

Die samenbildenden Zapfen entwickeln sich einzeln oder paarweise in den Blattachseln. Der reife Samen wird von einer fleischigen, arillusartigen Hülle umschlossen, die sich bei Reife grünlich-braun bis rötlich färbt.

Blütezeit

Die Bestäubung erfolgt im Frühjahr, meist zwischen April und Mai.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Das fein gemaserte, gelbliche Holz von Torreya fargesii var. fargesii ist äußerst widerstandsfähig gegen Fäulnis und sehr langlebig. In der Vergangenheit wurde es intensiv für den Schiffbau, den Brückenbau sowie für hochwertige Möbel verwendet.

Die samenartigen Kerne sind reich an fetten Ölen und Proteinen. Sie werden regional geröstet verzehrt oder zur Ölgewinnung genutzt, während sie in der traditionellen chinesischen Medizin zur Linderung von Parasitenbefall eingesetzt wurden.

Interessante Fakten

Der Name dieser Varietät ehrt den französischen Missionar und Pflanzensammler Paul Guillaume Farges, der Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche bis dahin unbekannte Arten in Sichuan dokumentierte.

  • Aufgrund der intensiven Holznutzung und des langsamen Wachstums sind reife, samentragende Bäume in freier Wildbahn extrem selten geworden.
  • Die Keimung der Samen kann unter natürlichen Bedingungen bis zu zwei Jahre dauern, was die natürliche Regeneration der Bestände stark verlangsamt.
  • Im Gegensatz zu vielen anderen Nadelgehölzen verströmen alle Pflanzenteile beim Zerreiben einen intensiven, angenehm würzigen Duft.

Verbreitungsgebiet

  • China

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO