Orientalischer Zürgelbaum
Trema orientale
Ein schnellwüchsiger, immergrüner Pionierbaum aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), der in den Tropen und …
Trema parviflorum ist ein schnell wachsender, immergrüner Pionierbaum oder Großstrauch aus den feuchten Tropen Südostasiens, der besonders auf rohstoffarmen Vulkanböden und frischen BergErdrutschen Fuß fasst. Sein Art-Epitheton parviflorum leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet „kleinblütig“, was auf die winzigen, unscheinbaren Blütenbüschel in den Blattachseln verweist.
Die Art wurde 1851 von dem niederländischen Botaniker Friedrich Anton Wilhelm Miquel zunächst als Parasponia parviflora erstbeschrieben. Im Jahr 2018 wurde sie nach molekulargenetischen Analysen durch Christenhusz und Byng offiziell als Trema parviflorum in die Gattung Trema eingeordnet.
Als typisches Pioniergehölz erreicht Trema parviflorum je nach Standort Wuchshöhen von 3 bis 15 Metern und bildet eine lockere, weit ausladende Krone mit leicht überhängenden Zweigen. Die jungen Triebe sind dicht mit feinen, anliegenden Härchen bedeckt, die das zarte Gewebe vor intensiver Höhensonne schützen.
Das Laub ist zweizeilig (distich – in zwei gegenüberliegenden Reihen längs des Zweiges) angeordnet, sodass sich die Blätter gegenseitig kaum beschatten. Diese Stellung erlaubt dem Baum eine maximale Lichtausbeute auf offenen, vollsonnigen Pionierflächen.
Die Pflanze trägt sehr kleine, grünlich-weiße Blüten in kompakten Zymen (Trugdolden – verzweigte Blütenstände, bei denen die Hauptachse mit einer Blüte abschließt) direkt in den Blattachseln. Nach der Windbestäubung reifen nur 2 bis 4 Millimeter kleine, eiförmige Steinfrüchte (Fleischfrüchte mit einem harten inneren Kern), die sich bei Reife leuchtend orangerot verfärben und von fruchtfressenden Vögeln verbreitet werden.
Obwohl Trema parviflorum kein klassisches Nutzholz liefert, hat die Art in der modernen Biotechnologie und Agrarwissenschaft eine Schlüsselrolle als Modellorganismus eingenommen. Zudem wird das Gehölz in seiner Heimat gezielt für die ökologische Wiederbewaldung zerstörter Hanglagen herangezogen.
In der Pflanzenwelt galt lange Zeit die Regel, dass nur Hülsenfrüchtler (Leguminosen wie Erbsen, Bohnen oder Klee) eine Symbiose mit Rhizobien (spezialisierten Knöllchenbakterien im Boden) eingehen können, um Luftstickstoff in pflanzenverfügbaren Dünger umzuwandeln. Trema parviflorum und seine engsten Verwandten der ehemaligen Untergruppe Parasponia sind die einzigen bekannten Blütenpflanzen außerhalb der Hülsenfrüchtler, die genau diese Fähigkeit besitzen.
Auf frischer Vulkanasche auf Java oder Sumatra, wo zwar Mineralien vorhanden sind, aber nahezu kein gebundener Stickstoff im Boden steckt, verschafft diese Partnerschaft dem Baum einen entscheidenden Überlebensvorteil. Der Baum versorgt die Bakterien in speziellen Wurzelknöllchen mit energiereichen Zuckern aus der Photosynthese und erhält im Gegenzug Ammonium für sein rasantes Wachstum.
Damit die Bakterien im Wurzelgewebe arbeiten können, braucht es ein fein austariertes biochemisches Zusammenspiel. Das Enzym Nitrogenase (der molekulare Katalysator der Bakterien, der das reaktionsträge Stickstoffgas der Luft spaltet) wird durch freien Sauerstoff sofort zerstört, während die Bakterien gleichzeitig Sauerstoff zum Atmen benötigen.
Taxonsynonyme: Celtis montana, Parasponia similis, Parasponia parviflora, Trema simile
Trema orientale
Ein schnellwüchsiger, immergrüner Pionierbaum aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), der in den Tropen und …
Trema micranthum
Schnellwüchsiger Pionierbaum der Neotropis mit rauen Blättern und kleinen orangen Steinfrüchten, der eine wichtige Rolle …
Picrasma
Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …
Araucaria humboldtensis
Eine kleine, stark gefährdete Araukarien-Art aus den rauen Bergregionen im Süden Neukaledoniens.